Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) dringt vor dem Bund-Länder-Treffen am Mittwoch auf eine Perspektive für mögliche Lockerungen des Corona-Lockdowns, mahnt aber zu großer Vorsicht. Man müsse „einerseits sensibel weitermachen mit dem eingeschlagenen Weg, um noch mehr zu erreichen, andererseits aber auch schon deutlich machen, wenn es losgeht mit den Öffnungen, wo geht es dann los und in welchen Schritten?“, sagte der derzeitige Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am Dienstag im Deutschlandfunk.
Es sei richtig, unterschiedliche Szenarien vorzubereiten, zu schnelle Öffnungen würden die Inzidenzzahlen aber wieder rasch in die Höhe schnellen lassen, mahnte Müller. Besonders angesichts der bislang schwierig einzuschätzenden Virusmutationen sei bei den ersten Öffnungsschritten Vorsicht geboten.
Am Mittwoch wollen Bund und Länder über das Vorgehen nach dem 14. Februar beraten - bis dahin ist der Lockdown bisher befristet. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) sagte am Dienstag im ZDF-„Morgenmagazin“: „Wir müssen Lösungen finden, die die Menschen verstehen, die klar sind, aber auch deutlich machen, dass wir jetzt nicht das verspielen dürfen, was wir erreicht haben.“