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20210208083527

Industrie produziert im Corona-Jahr 2020 rund 8,5 Prozent weniger

07:35
08.02.2021
Die deutsche Industrie hat im vergangenen Jahr 8,5 Prozent weniger produziert als 2019. Nach dem Tiefpunkt während des ersten Corona-Lockdowns im April hat sich die Lage im weiteren Jahresverlauf kontinuierlich erholt, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden berichtete. Im Dezember lag der preisbereinigte Wert der hergestellten Güter nur noch 1,0 Prozent unter dem Vorjahresmonat und stabil im Vergleich zum November.

Die Industrie im engeren Sinne, also ohne Bergbau und Baugewerbe, legte in dem Monat im Vergleich zum November um 0,9 Prozent zu. Vor allem Vorleistungsgüter (+2,0 Prozent) und Konsumgüter (+2,6 Prozent) zogen an. Außerhalb der Industrie lag die Energieerzeugung 2,9 Prozent niedriger als im Vormonat und die Bauproduktion war um 3,2 Prozent gesunken. Das Baugewerbe ist allerdings deutlich besser durch die Corona-Krise gekommen als das übrige Produzierende Gewerbe.

Jean-Pierre Fellmer

Mehrheit der Deutschen vertraut nicht in Merkels Impfversprechen

05:55
08.02.2021
Eine große Mehrheit der Deutschen glaubt nicht daran, dass die Bundesregierung wie versprochen jedem Impfwilligen bis zum 21. September eine Corona-Impfung anbieten kann. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur erwartet nur etwa jeder Vierte (26 Prozent), dass das Ziel eingehalten wird. 57 Prozent rechnen dagegen nicht damit. 17 Prozent machten keine Angaben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat mehrfach angekündigt, bis zum 21. September allen Erwachsenen in Deutschland, die geimpft werden wollen, ein Angebot machen zu wollen. Die Skepsis überwiegt selbst in ihren eigenen Reihen. 47 Prozent der Wähler von CDU und CSU glauben nicht an ein Impfangebot für alle bis zum Ende des Sommer. Dagegen rechnen nur 38 Prozent damit, dass das Ziel erreicht wird. 

Jean-Pierre Fellmer

Ethikrats-Vorsitzende spricht sich gegen freie Wahl von Impfstoff aus

05:50
08.02.2021
Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, hat sich gegen eine freie Wahlmöglichkeit des Corona-Impfstoffs ausgesprochen. „Jetzt ist eher nicht die Zeit, Extrawünsche zu äußern“, sagte Buyx der „Rheinischen Post“ (Montag). Derzeit bestehe noch eine große Knappheit und eine enorme organisatorische Herausforderung. Sobald die Impfstoff-Knappheit aber überstanden sei, solle sich jeder seine Vakzin aussuchen dürfen, so Buyx weiter.

Mit dem Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca, der dieses Wochenende erstmals in Deutschland ausgeliefert wurde, sind in der EU mittlerweile drei Impfstoffe verfügbar. Während die Mittel von Moderna und Biontech eine Wirksamkeit von 94 und 95 Prozent haben, sind es bei Astrazeneca nach einer neuen Studie nach der ersten Impfung nur 76 Prozent - und bis zu 82 Prozent nach der zweiten. Einige Pflegekräfte sollen Zwei-Klassen-Impfungen fürchten, wenn sie Astrazeneca bekommen.

Jean-Pierre Fellmer