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20210205182256

Slowakei meldet dramatische Ausbreitung britischer Corona-Mutation

18:22
05.02.2021
Gesundheitsbehörden und Experten in der Slowakei schlagen Alarm, dass sich die sogenannte britische Mutation des Coronavirus dramatisch ausbreite. Der konservativ-populistische Regierungschef Igor Matovic meldete am Freitag auf Facebook einen Anteil der Mutation von rund 71 Prozent aller positiven Testergebnisse vom Mittwoch. Regional wurden auch höhere Werte berichtet.

Die Universitätsklinik der zweitgrößten Stadt Kosice in der Ostslowakei gab am Freitag bekannt, dass der Anteil der Mutation an ihren zuletzt untersuchten Proben bereits auf mehr als 90 Prozent der positiven Testergebnisse angestiegen sei. „Es scheint, dass der Anteil in der Slowakei höher als im Rest der Europäischen Union und auch höher als in Großbritannien ist“, erklärte Pavol Jarcuska, der Vorstand der zur Universität Kosice gehörenden Klinik für Infektiologie und Reisemedizin gegenüber der Nachrichtenagentur TASR.

Wegen der verschärften Pandemie-Situation sagten mehrere Städte und Regionalverwaltungen ihre geplanten Teil-Öffnungen der Schulen wieder ab. Nach ursprünglichen Plänen des Bildungsministeriums in Bratislava sollten ab Montag zumindest die bis zehn Jahre alten Schüler wieder in die Schule gehen dürfen, wenn auch unter strengen Auflagen wie verpflichtenden Corona-Tests. Viele Regionalbehörden erklärten sich mittlerweile außerstande, rechtzeitig alle für die Öffnung vorgeschriebenen Corona-Tests sicherstellen zu können.

Die Zahl der Corona-Toten in der Slowakei stieg bis Freitag nach offiziellen Angaben auf mehr als 5000.

Patrick Reichelt

Protest mit Grablichtern und Kreuzen gegen Corona-Maßnahmen

17:10
05.02.2021
Aus Protest gegen die Corona-Politik haben Unbekannte in mehreren Städten Vorpommerns und im Osten Mecklenburgs mehr als 230 brennende Grabkerzen sowie Holzkreuze aufgestellt, darunter vor dem Wahlkreisbüro von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Stralsund. Die Aktionen fanden zwischen Donnerstagabend und Freitagfrüh vor Geschäften und Einrichtungen in Stralsund, Anklam, Pasewalk und Neustrelitz statt, wie eine Polizeisprecherin am Freitag sagte.

Die Polizei vermutet die Urheber jeweils in der rechten Szene und einen Zusammenhang zwischen den einzelnen Protesten. Auf den Lichtern standen Aufschriften wie „Corona-Irrsinn - Einzelhandel tot“. In Anklam konnte die Polizei sechs Tatverdächtige stellen. Von den Männern, die der rechten Szene zugerechnet werden, wurden die Personalien aufgenommen. Nach deren Darstellung wollten sie mit der Aktion gegen die behördlich verfügte Schließung der Geschäfte und Dienstleister wegen der Infektionsgefahr und die damit verbundenen Folgen protestieren.

Mit mehr als 100 Grablichtern wurden die meisten in der Stralsunder Innenstadt gefunden. Ein Schaden sei nicht entstanden, in die Ermittlungen dazu werde aber der Staatsschutz einbezogen, hieß es.

Anna Zacharias