Die Kandidatin für den Parteivorsitz der Linken, Susanne Hennig-Wellsow, hat von der Bundesregierung die Einführung eine Mindestkurzarbeitergeldes in Höhe von 1200 Euro verlangt. Eine solche Regelung fehle bei den jüngsten Beschlüssen der Spitzen von CDU/CSU und SPD, sagte die Thüringer Partei- und Fraktionsvorsitzende am Donnerstag in Erfurt. Es gehe um die Unterstützung von Arbeitnehmern mit wenig Lohn durch eine Untergrenze beim Kurzarbeitergeld.
„Statt hunderte Millionen Euro für Drohnen auszugeben, ist die Existenzsicherung der Einzelnen dringend angesagt“, so Hennig-Wellsow. Hunderttausende Friseure, Hotelangestellte, Kellner, Verkäufer und andere Menschen, die coronabedingt nicht arbeiten könnten, lasse die große Koalition links liegen.
Der Koalitionsausschuss von CDU/CSU und SPD hatte am Mittwoch im Kanzleramt neue Milliardenhilfen für Familien, Geringverdiener, Gastronomie, Unternehmen und Kultur beschlossen. Dazu gehört ein einmaliger Corona-Zuschuss von 150 Euro auch für erwachsene Grundsicherungsempfänger.