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Schweden will bis zum Sommer digitalen Impfpass einführen

10:05
04.02.2021
Schweden will bis zum Sommer einen digitalen Impfpass einführen, mit dem man unter anderem seine Corona-Impfungen nachweisen kann. Mehrere Behörden seien mit der Umsetzung beauftragt worden, teilte die schwedische Regierung am Donnerstag mit. Ziel sei es, dass die digitale Infrastruktur für die Nachweise bis zum 1. Juni steht.

„Mit einer digitalen Impfbescheinigung wird es schnell und einfach, durchgeführte Impfungen vorzuweisen“, sagte Digitalisierungsminister Anders Ygeman am Donnerstag. Seine Regierung wies darauf hin, dass solche Impfnachweise künftig von manchen Ländern bei der Einreise oder auch in anderem Zusammenhang - etwa bei Kultur- und Sportveranstaltungen - gefordert werden könnten.

Die schwedische Gesundheitsbehörde wird in dem Zuge auch damit beauftragt, sich an der Arbeit der Weltgesundheitsorganisation WHO zum Aufbau digitaler Corona-Impfnachweise zu beteiligen. Auch auf EU-Ebene wollen sich die Schweden für einen koordinierten Ansatz beim Impfnachweis einsetzen.

Erst am Mittwoch hatte Schwedens südlicher Nachbar Dänemark angekündigt, einen digitalen Corona-Pass mit Impfdaten auf den Weg zu bringen. Dieser soll zunächst vor allem Dienstreisenden das Leben erleichtern. Die Regierung in Kopenhagen hatte den Nachweis als eine Art Extra-Pass beschrieben, den man künftig auf seinem Smartphone bei sich haben könne.

Anna Zacharias

Fälschungen mögliche Ursache für Probleme bei Impftermin-Vergabe

08:58
04.02.2021
Probleme bei der Vergabe von Impfterminen im Impfzentrum des Landkreises Vechta in Lohne sind möglicherweise auf gefälschte Terminbestätigungen zurückzuführen. Seit Dienstag waren rund 40 Personen mit einer vermeintlich offiziellen Terminbestätigung zu dem Impfzentrum gekommen, wie der Landkreis mitteilte. Die Impfwilligen waren aber nicht im EDV-System des Landes, worüber die Termine zentral verteilt werden, gelistet. Zunächst war der Landkreis von einer möglichen technischen Panne ausgegangen.

Nach Rücksprache mit dem Land und dem Softwareanbieter stellte sich heraus, dass die Bestätigungen und die QR-Codes der Betroffenen nicht von dem IT-System des Landes erstellt worden waren. Daher soll laut Landkreis nun geprüft werden, ob womöglich gefälschte Bestätigungen im Umlauf sind. Auch eine technische Ursache werde aber noch geprüft. Wie der Landkreis am Donnerstag mitteilte, gebe es im Kreis auch Versuche von Unbekannten, Bürger telefonisch mit gefälschten Terminvereinbarungen für Corona-Impfungen zu täuschen.

„Den Bürgerinnen und Bürgern, die sich mit diesen Dokumenten impfen lassen wollten, kann kein Vorwurf gemacht werden“, sagte Landrat Herbert Winkel (CDU) laut einer Mitteilung. „Sie haben sich darauf verlassen, dass ihre Anmeldung ordnungsgemäß gelaufen ist und sie ein offizielles Dokument in Händen halten. Das aufgrund dessen zum Teil Personen abgewiesen werden mussten, tut uns ausgesprochen leid.“ Die Verwaltung will nun weiter aufklären, wie es dazu kam.

Anna Zacharias