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Niedersachsen kündigt Corona-Schnelltests für Lehrer und Erzieher an

08:37
04.02.2021
Das Land Niedersachsen will in Kitas und Schulen Corona-Schnelltests für Beschäftigte anbieten. „Es ist mir ein persönliches Anliegen, dass wir zu einem Testangebot für unsere Lehrkräfte und das Kita-Personal kommen“, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Ab wann es die Tests geben soll, konnte der Minister noch nicht genau sagen. Sein Ministerium werde dazu bald Details bekannt geben. „Wir wollen die Sicherheitsmaßnahmen erhöhen und das individuelle Sicherheitsempfinden unterstützen. Mit Tests können wir hierzu einen wichtigen Beitrag leisten“, sagte Tonne.

Lehrerverbände, aber auch Erzieherinnen hatten Tonne zuletzt mehrfach vorgeworfen, zu wenig für den Gesundheitsschutz in Schulen und Kitas zu unternehmen. Die Kitas sind in einem Notbetrieb geöffnet, auch die Abschlussklassen in Niedersachsen haben Unterricht in den Schulen. In den Grundschulen ist es den Eltern freigestellt, ob sie ihre Kinder in den Unterricht schicken oder nicht.

In den Schulen etwa stehe statt der für Büros vorgeschriebenen 10 Quadratmeter pro Person in Klassen nur 3,5 Quadratmeter pro Person bereit, kritisierte der Verband Bildung und Erziehung. Die Gewerkschaft hatte außer kostenlosen Corona-Testmöglichkeiten auch kostenlose FFP2-Masken für alle Schulbeschäftigten gefordert. Außerdem solle das pädagogische Personal in Schulen und Kitas bei den Impfungen stärker bevorzugt werden.

Anna Zacharias

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD): Ich glaube nicht, dass wir jetzt am 14. Februar schon Lockerungen beschließen können. Das sieht derzeit nicht danach aus. 08:18
04.02.2021

Corona-Trend Schönheitsoperation

08:13
04.02.2021
Die Behandlungen seien riskant, meist unnötig, die Ärzte windig und die Ergebnisse in vielen Fällen nur so naja - so lautet das Klischee. Schönheitsoperationen finden viele gar nicht schön. Thema werden sie meist nur negativ, etwa wenn Promis seltsam aussehen, junge Leute angeblich ihrem Selfie-Filter nacheifern oder Frauen für den Traum vom „Brazilian Butt“ bei einer Po-Vergrößerung mit Eigenfetttransplantation sterben.

Doch die Einstellung zur ästhetisch-plastischen Chirurgie befindet sich im Wandel. In der Corona-Krise liegen Schönheits-OPs geradezu im Trend. Die Pandemie gilt als Gelegenheit, bei sich „etwas machen zu lassen“, wie es gern diskret formuliert wird.

„Die Art der Nachfrage nach ästhetischen Behandlungen hat sich in der Corona-Krise verändert“, sagt der Facharzt Dennis von Heimburg in Frankfurt am Main, langjähriger Präsident der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC). Und Lutz Kleinschmidt aus Bergisch-Gladbach, Vorstandsmitglied bei der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) sagt: „Durch die Covid-19-Pandemie wurden die gesellschaftlichen Anlässe zwar seltener, aber das eigene Spiegelbild blieb bestehen.“

Die Lockdowns sorgen etwa für den Wunsch nach strafferen Augenpartien. In Maskenzeiten schauen sich Menschen mehr in die Augen. Video-Konferenzen führen außerdem dazu, dass sich viele länger selbst betrachten und mehr angesehen werden. Auch Lippenkorrekturen mit Fillern sind nach Angaben von Experten häufiger gefragt. Die OPs am Mund lassen sich anfangs gut unter der Maske verstecken.

Insgesamt gebe es ein neues Körperbewusstsein in der Krise, sagt der Arzt Murat Dagdelen in Düsseldorf. Das Interesse an Fettabsaugungen steige, nicht zuletzt weil einige in der Homeoffice-Zeit zugelegt haben. Manche nutzten die Corona-Krise zur Selbstoptimierung. „Die Patienten haben mehr Zeit, sich mit ihrem Äußeren zu beschäftigen.“

Anna Zacharias