Gesundheitsminister Jens Spahn hat eine Lockerung der Corona-Beschränkungen angemahnt. "Wir können nicht den ganzen Winter in diesem harten Lockdown bleiben", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Das würden wir nicht gut aushalten als Gesellschaft."
Bei den Lockerungen seien "auf jeden Fall zuerst Kitas und Schulen dran", führte Spahn aus. "Das ist wichtig für die Kinder und Jugendlichen, aber auch die Eltern." Danach werde schrittweise auch in anderen Bereichen gelockert. "Ob das schon ab dem 15. Februar oder erst später geht, wird nächste Woche entschieden", betonte er mit Blick auf die nächste Ministerpräsidentenkonferenz am 10. Februar.
Auf die Nachfrage, ob Lockerungen erst bei einem Inzidenzwert unter 50 möglich seien, sagte er: "Im Zweifel müssen wir sogar noch weiter runter mit den Zahlen. Die Stufenpläne, die in manchen Bundesländern erarbeitet werden, halte ich für klug."
Spahn nannte die Corona-Zahlen "ermutigend", es gebe bei den Neuinfektionen einen spürbaren Trend nach unten. Vor dem nächsten Treffen von Bund und Ländern werde das Robert Koch-Institut erste Ergebnisse mitteilen, wie sich die Mutationen verbreiten. "Klar ist: Wir brauchen einen verantwortungsvollen Übergang vom Lockdown in einen neuen Normalzustand."