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Bovenschulte sieht Corona-Stufenpläne kritisch

20:07
03.02.2021
Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat in der Corona-Pandemie ein einheitliches Vorgehen der Bundesländer angemahnt. „Alleingänge bringen uns nicht weiter. Weder epidemiologisch noch wirtschaftlich“, sagte der SPD-Politiker der „Welt“. Stufenpläne zur Lockerung des Lockdowns, wie sie Niedersachsen und Schleswig-Holstein vorgelegt haben, sieht Bovenschulte kritisch: „Sollen wir wirklich alles zum Leben erwecken, wenn eine bestimmte Schwelle unterschritten ist? Nur um dann beim nächsten Anstieg wieder alles runterzufahren? Das wird nicht funktionieren“, meinte der Bremer Regierungschef.

Auf Angebote, Impfstoff in Russland einzukaufen, sollte man nach Bovenschultes Auffassung eingehen: „Offenbar hat der russische Impfstoff eine sehr hohe Wirksamkeit, keine Nebenwirkungen und ist leicht zu lagern“, sagte er in dem Interview. „Wenn die europäische Medizinagentur den Impfstoff zulässt, hätte ich kein Problem damit, ihn auch einzusetzen. Zumal wir ja ohnehin viele verschiedene Impfstoffe benötigen, um Resistenzen zu verhindern.“

Malte Bürger

105 neue Corona-Fälle im Land Bremen

19:16
03.02.2021
Im Land Bremen gibt es aktuell 1.035 aktive Corona-Infektionen, ein Rückgang um 182. Zugleich wurden 105 Neuinfektionen gemeldet, sodass die Zahl der insgesamt bestätigten Fälle auf 16.230 gestiegen ist. Wie das Gesundheitsressort weiter mitteilt, gibt es insgesamt 14.911 Genesene, ein Anstieg um 282, sowie fünf weitere Todesfälle - insgesamt sind damit seit Beginn der Pandemie im Land Bremen 284 Menschen an oder in Folge einer Corona-Infektion verstorben. 
Auf Bremerhaven entfallen davon 258 (+18) aktive Infektionen, 1.831 (+33) insgesamt bestätigte Fälle, 1.539 (+15) Genesene und 34 (+0) Verstorbene. Der Inzidenzwert in Bremen beträgt 80,5 und in Bremerhaven 113,0 . 
Im Land Bremen müssen aktuell 175 Personen stationär versorgt werden, davon 35 auf Intensivstationen. 24 der intensivmedizinisch behandelten Personen müssen beatmet werden.

Michael Rabba

Großbritannien: Mehr als zehn Millionen Erstimpfungen verabreicht

18:57
03.02.2021
In Großbritannien haben inzwischen mehr als zehn Millionen Menschen eine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das teilte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Mittwoch per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Das Vereinigte Königreich liegt damit weit vor allen anderen Ländern in Europa.

Anders als die EU musste Großbritannien jüngst keine Reduzierung seiner Liefermengen beim heimischen Astrazeneca-Impfstoff hinnehmen. Großbritannien verfolgt zudem eine andere Impfstrategie als viele andere Länder. Dort wird die zweite Impfdosis erst nach bis zu zwölf Monaten verabreicht. Das hat laut neuen Untersuchungen von Astrazeneca aber keine negative Auswirkung auf die Wirksamkeit des Impfstoffs. Demnach lasse die Schutzwirkung zwischen dem 22. und dem 90. Tag der nach der ersten Impfdosis nicht nach. Sie wird für diesen Zeitraum vom Hersteller mit 76 Prozent abgegeben.

Die Erstimpfung soll ersten Erkenntnissen zufolge auch gegen die Übertragung des Coronavirus wirken. PCR-Tests bei einer zufälligen Stichprobe aus entsprechend Geimpften in Großbritannien hätten gezeigt, dass der Impfstoff die Übertragung um rund 67 Prozent verringere, sagte Astrazeneca-Forschungschef Mene Pangalos am Mittwoch in einer Pressekonferenz. Zuvor war nur die Wirkung gegen eine Covid-19-Erkrankung festgestellt worden.

Michael Rabba