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Spahn: Zweiten Corona-Jahrestag „wird es in dieser Form nicht geben“

18:03
30.01.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass die Corona-Pandemie im kommenden Jahr weitgehend überwunden sein wird. „Einen zweiten Jahrestag wird es in dieser Form nicht geben“, sagte der CDU-Politiker der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Im Lauf des Jahres werden wir die Pandemie weitestgehend unter Kontrolle bekommen - durch die Impfungen und durch die Möglichkeit, das Vakzin an Mutationen anzupassen.“ Es sei „enorm“, dass innerhalb von nur einem Jahr ein neuer Impfstoff entwickelt worden sei und der Aufbau der komplexen Produktion innerhalb weniger Monate gelinge.

Über die Schärfe der Kritik am schleppenden Impfbeginn zeigte sich Spahn verwundert. „Nachdem wir wochenlang über die Impfreihenfolge und Knappheit am Anfang diskutiert haben, hätte aus meiner Perspektive jedem klar sein müssen, dass das einige Zeit dauern wird“, betonte der Minister. Dennoch verstehe er die Enttäuschung und wolle nichts schönreden. Es bleibe das Ziel der Bundesregierung, dass jeder aus der höchsten Risikogruppe der über 80-Jährigen bis Ende März geimpft sei. Das hänge jedoch von den Lieferungen aus dem europäischen Impfstoff-Kontingent ab.

Sarah Haferkamp

85 Neuinfektionen im Land Bremen

16:45
30.01.2021
85 weitere Menschen haben sich im Land Bremen mit dem Coronavirus infiziert, meldet das Gesundheitsressort am Samstag. Damit sind derzeit insgesamt 1076 Menschen von einer Infektion betroffen. Der Inzidenzwert liegt damit in der Stadt Bremen derzeit bei 78,4.  Zwei weitere Menschen starben zudem. Bei einem Reiserückkehrer aus Pakistan wurde zudem die Virusmutation B117 festgestellt. 

Sarah Haferkamp

Seehofer verteidigt Einreiseverbote - Auf Auslandsreisen verzichten

16:25
30.01.2021
Bundesinnenminister Horst Seehofer hat die von der Bundesregierung beschlossenen Einreiseverbote verteidigt. „Das Beförderungsverbot ist eine drastische Maßnahme, aber es ist zum Schutz unserer Bevölkerung absolut notwendig“, sagte der CSU-Politiker der „Augsburger Allgemeinen“ (Samstag).

„Es geht um die Abwehr von hoch infektiösen, mutierten Viren“, sagte Seehofer. Er appellierte zugleich dringend an die Bevölkerung, jede nicht zwingend notwendige Reise ins Ausland zu unterlassen. Das sehe er als „Bürgerpflicht“. „Jetzt ohne wirklich zwingenden Grund in Mutationsgebiete zu reisen, das muss ich deutlich sagen, wäre geradezu töricht“, betonte Seehofer.

Um die Ausbreitung von besonders ansteckenden Coronavirus-Mutationen zu bremsen, hat die Bundesregierung die Einreise aus Portugal, Irland, Großbritannien, Südafrika und Brasilien ab Samstag drastisch eingeschränkt. Am Sonntag kommen mit Lesotho und Eswatini zwei kleine südafrikanische Staaten hinzu.

Die vom Kabinett beschlossene neue Verordnung besagt, dass Fluggesellschaften, Bahn-, Bus- und Schiffsunternehmen bis zum 17. Februar aus diesen Ländern prinzipiell keine Passagiere mehr nach Deutschland befördern dürfen. Ausnahmeregeln gibt es unter anderem für alle Deutschen und in Deutschland lebenden Ausländer sowie Transitpassagiere. Auch der Warenverkehr bleibt unangetastet. „Für die wenigen Ausnahmefälle gilt aber: Sie müssen bei Einreise ein negatives Testergebnis vorweisen und dann in Quarantäne“, sagte Seehofer der Zeitung.

Jan-Felix Jasch