Letztes Update:
20210130162554

Razzia im Ski-Ort St. Anton: 96 Anzeigen gegen Ausländer

15:26
30.01.2021
Nach Berichten über ausländische Skitouristen, die sich regelwidrig auf österreichischen Pisten tummeln, hat die Polizei bei einer Razzia in Tirol 96 Anzeigen erstattet. 15 Beamte kontrollierten am Freitagabend 133 Personen in 44 Unterkünften in St. Anton am Arlberg und im Stanzertal, wie die Tiroler Polizei berichtete. „Es wurden unter anderem Briten, Dänen, Schweden, Rumänen, Deutsche, Australier, Iren und Polen kontrolliert und angezeigt“, teilte die Polizei mit. „Das Strafmaß nach dem Epidemiegesetz bei Übertretungen der Einreise- bzw. Notmaßnahmenverordnung beträgt bis zu 2180 Euro.“

Der Bürgermeister von St. Anton, Helmut Mall, hatte diese Woche Alarm geschlagen, weil seiner Ansicht nach zu viele Ausländer im Ort waren, die wegen der Corona-Regeln nicht hätten da sein dürfen. Sie nutzten offenbar Schlupflöcher in den Verordnungen: „Viele Leute haben Zweitwohnsitze angemeldet und geben an, Aussicht auf Arbeit zu haben. Aber im Tourismus gibt es derzeit keine Jobs“, zitierte die Zeitung „Kurier“ den Bürgermeister.

Sarah Haferkamp

Spahn wirbt um Verständnis für Impfstrategie der Bundesregierung

14:47
30.01.2021
In der Diskussion um die Reihenfolge der Covid-19-Impfungen hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn um Verständnis für die derzeitige Impfstrategie geworben. Spahn unterstrich am Samstag bei einem Townhall-Meeting die Notwendigkeit der derzeitigen Priorisierung: Demnach sollen zuerst Menschen über 80 Jahren sowie Pflegekräfte geimpft werden, und zwar anfangs im stationären und dann im ambulanten Bereich.

Spahn bat die Bevölkerung um Geduld: „Es kommen jede Woche Impfstoffe, und es werden auch mehr Zug um Zug“, betonte er. „Ich bitte einfach um ein Stück Vertrauen“, man werde nach und nach die Angebote ausweiten.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hatte sich grundsätzlich für die Möglichkeit von Einzelfallentscheidungen ausgesprochen. „Wenn jetzt jeder für sich eine Einzelfallentscheidung erbittet, das können (...) wir nicht schaffen“, sagte Spahn mit Blick etwa auf jene Menschen, die zu Hause Angehörige pflegen.

Jan-Felix Jasch