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Deutlich weniger Verkehrsunfälle im Corona-Jahr in Niedersachsen

13:20
30.01.2021
Auf Niedersachsens Straßen hat es im Jahr 2020 nach ersten Erkenntnissen wesentlich seltener gekracht als im Jahr zuvor. Die Zahl der von der Polizei erfassten Verkehrsunfälle habe sich „deutlich reduziert“, teilte das Innenministerium in Hannover auf Anfrage mit. In etwa gleichem Maße sei auch die Zahl der Verletzten und Verkehrstoten zurückgegangen. Konkrete Zahlen nannte das Ministerium aber noch nicht. Ob der Rückgang auch auf die Auswirkungen der Corona-Krise zurückzuführen ist, ließ das Ministerium offen: Dazu werde sich Innenminister Boris Pistorius (SPD) im Frühjahr bei der Vorlage der vollständigen Statistik äußern.

Die Zahlen für das erste Halbjahr 2020 hatte das Statistische Bundesamt bereits im August veröffentlicht. Demnach kamen von Anfang Januar bis Ende Juni 177 Menschen bei Unfällen auf Niedersachsens Straßen ums Leben. Das waren 14 weniger als im Vorjahreszeitraum (minus sieben Prozent). Noch deutlicher ging die Gesamtzahl der Verunglückten zurück - um fast 19 Prozent auf 16 483 Menschen.

Jan-Felix Jasch

„Das Virus ist ein Gegner der Menschheit, nicht von einzelnen Ländern. (...) Dieses Virus wird uns besiegen, wenn wir nicht einig sind.“ Der Covid-19-Beauftragte der Weltgesundheitsorganisation WHO, David Nabarro.  13:09
30.01.2021

WHO dringt auf mehr Einheit in Deutschland im Kampf gegen Corona

12:03
30.01.2021
Der Covid-19-Beauftragte der Weltgesundheitsorganisation (WHO), David Nabarro, hat Politiker in Deutschland zu mehr Einheit im Kampf gegen das Coronavirus aufgerufen. Vertreter von Bund und Ländern müssten geschlossen dieselbe Botschaft verkünden, sagte Nabarro der Deutschen Presse-Agentur ein Jahr, nachdem die WHO wegen der ersten Coronafälle in China eine „Notlage von internationaler Tragweite“ ausgerufen hatte (30. Januar 2020). Das ist die höchste WHO-Alarmstufe.

Ein Ende der Pandemie sei noch nicht abzusehen, warnte Nabarro. „Ich rechne damit, dass es noch lange dauert, Monate - wir sind dem Ende noch lange nicht nahe.“

Um alle Menschen hinter die Coronaschutzmaßnahmen zu bringen, brauche Deutschland einen Jürgen-Klopp-Effekt, sagte Nabarro mit Verweis auf den früheren Fußballtrainer von Borussia Dortmund, der heute in Liverpool arbeitet. „Klopp weiß, wie man Menschen berührt und Massen zusammenbringt“, sagte Nabarro. „Er hätte sicher gute Ideen.“

Jan-Felix Jasch