- Die Grünen im niedersächsischen Landtag haben flächendeckende Untersuchungen auf Coronavirus-Varianten wie etwa die britische Mutation B.1.1.7 verlangt. „Es reicht nicht, vor allem vor den hoch ansteckenden Corona-Varianten zu warnen“, sagte die Gesundheitsexpertin Meta Janssen-Kucz am Freitag. „Wenn wir ernsthaft für den geplanten langfristigen Stufenplan über Lockerungspläne nachdenken wollen, müssen wir gleichzeitig mehr gegen die Virus-Mutationen tun.“
- Zum klassischen Zeugnistag am Ende des ersten Schulhalbjahres in Niedersachsen hat die Bildungsgewerkschaft GEW der Landesregierung ein schlechtes Corona-Zeugnis ausgestellt. Die Corona-Krise habe die „Bildungsmisere sichtbarer denn je“ gemacht, beklagte GEW-Landeschefin Laura Pooth.
- Bei vielen Bremer Unternehmen droht die Insolvenz. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der Handelskammer hervor. Der Grund dafür sind die Einschränkungen der Corona-Pandemie.
Deutschland und die Welt:
- Der Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca darf nun auch in der Europäischen Union genutzt werden. Die EU-Kommission erteilte eine Zulassung, wie Kommissionschefin Ursula von der Leyen auf Twitter mitteilte. Auch Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides bestätigte am Freitagabend die Zulassung.
- Für Verbreitungsgebiete besonders gefährlicher Varianten des Coronavirus soll möglicherweise schon ab Samstag eine weitgehende Einreisesperre gelten. Das geht aus einem neuen Verordnungsentwurf hervor, mit dem sich am Freitag das Kabinett befasst. Ausnahmen sollen für Personen mit Wohnsitz und Aufenthaltsrecht in Deutschland sowie für den Warenverkehr gemacht werden.
- Gut einen Monat nach Start für den Corona-Impfstoff von Pfizer/Biontech hat die Europäische Arzneimittel-Behörde (EMA) keine Sicherheitsprobleme festgestellt. Die gemeldeten allergischen Reaktionen und Nebenwirkungen zeigten keine Auffälligkeiten, teilte die EMA am Freitag in Amsterdam mit. Gemeldete Todesfälle hätten nichts mit dem Impfstoff zu tun.
- Nach einem starken Anstieg im Dezember bewegen sich die Corona-Fallzahlen in Großbritannien mittlerweile auf einem stabilen, aber weiter sehr hohen Niveau. Der Auswertung zufolge war in der dritten Januarwoche rund einer von 35 Engländern infiziert, in London lag der Anteil sogar bei einem von 25. In der Vorwoche lagen die Werte auf ähnlichem Niveau, das gilt auch für Wales. In Schottland sank der Anteil leicht (1 von 110), in Nordirland stieg er leicht (1 von 50).