Letztes Update:
20210129200030

Leipziger Buchmesse wegen Corona erneut abgesagt

14:28
29.01.2021
Die Leipziger Buchmesse wird wegen der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr nicht in gewohnter Form stattfinden. "Die pandemische Entwicklung und die damit verbundenen Sicherheitsmaßnahmen und Reisebeschränkungen machen eine weitere Planung der Leipziger Buchmesse für Aussteller, Programmteilnehmer und die Leipziger Messe unmöglich", teilten die Verantwortlichen am Freitag mit, wie boersenblatt.online berichtet.

Die Absage betrifft demnach die Leipziger Buchmesse, die Manga-Comic-Con, in Teilen das Autorenfestival "Leipzig liest" und die 25. Leipziger Antiquariatsmesse. Bereits im vergangenen Herbst hatten die Veranstalter eine Verlegung der Messe vom März auf die Zeit vom 27. bis 30. Mai beschlossen. 2019 zählten die Buchmesse und das Lesefest "Leipzig liest" gut 286.000 Besucher. Bereits im vergangenen Jahr war die Leipziger Buchmesse abgesagt worden, damals erst kurz vor der geplanten Messeeröffnung.

Anna Zacharias

Grüne fordern flächendeckende Tests auf Coronavirus-Varianten

13:51
29.01.2021
Die Grünen im niedersächsischen Landtag haben flächendeckende Untersuchungen auf Coronavirus-Varianten wie etwa die britische Mutation B.1.1.7 verlangt. „Es reicht nicht, vor allem vor den hoch ansteckenden Corona-Varianten zu warnen“, sagte die Gesundheitsexpertin Meta Janssen-Kucz am Freitag. „Wenn wir ernsthaft für den geplanten langfristigen Stufenplan über Lockerungspläne nachdenken wollen, müssen wir gleichzeitig mehr gegen die Virus-Mutationen tun.“

Denkbar sei die Testung von Abwasserproben in allen Landkreisen, mit denen Forscher aus der Schweiz die Mutation bereits nachweisen konnten. Außerdem könnten verstärkt neue Delta-PCR-Tests aus Dänemark genutzt werden, die Mutationen ohne großen Aufwand bestätigten, erklärte die Abgeordnete. Zuvor hatte das Landesgesundheitsamt am Donnerstag mitgeteilt, dass Niedersachsen anders als Bremen bislang keine flächendeckende Tests auf die Variante plane. Außerdem werden entdeckte Fälle aus technischen Gründen bisher noch nicht einmal zentral erfasst. Die örtlichen Gesundheitsämter sind allerdings gebeten, die Nachweise dem Landesamt zu melden.

„Es ist unverständlich, dass die Landesregierung nicht einmal bei den bisherigen Corona-Tests umfassend nach Mutationen sucht“, kritisierte Janssen-Kucz. „Wir sollten nicht tatenlos zusehen, wie in wenigen Wochen B.1.1.7 oder andere Varianten auch in Niedersachsen zum Hauptauslöser für Corona-Erkrankungen wird.“ Die Entwicklungen in anderen Ländern seien Warnung genug. Der französische Gesundheitsminister hatte am Donnerstag gesagt, dass sich in seinem Land jeden Tag mehr als 2000 Patienten mit einer Virus-Mutation infizieren. Die britische Variante breite sich dabei am meisten aus.

Malte Bürger