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EMA: Keine Sicherheitsprobleme bei Pfizer-Impfstoff

13:14
29.01.2021
Gut einen Monat nach Start für den Corona-Impfstoff von Pfizer/Biontech hat die Europäische Arzneimittel-Behörde (EMA) keine Sicherheitsprobleme festgestellt. Die gemeldeten allergischen Reaktionen und Nebenwirkungen zeigten keine Auffälligkeiten, teilte die EMA am Freitag in Amsterdam mit. Gemeldete Todesfälle hätten nichts mit dem Impfstoff zu tun. Die Daten entsprächen dem zuvor bekannten Sicherheitsprofil, so die Behörde. „Neue Nebenwirkungen wurden nicht identifiziert.“

Der Impfstoff des US-Herstellers Pfizer und des Mainzer Unternehmens Biontech war am 21. Dezember in der EU zugelassen worden. Allergische Reaktionen und mögliche Nebenwirkungen werden aber weiterhin in der EU überprüft. Auch Verdachtsfälle würden weiterhin gemeldet und bewertet, wie die EMA mitteilte. Sicherheitsberichte sollen monatlich veröffentlicht werden.

Der Sicherheitsausschuss der Behörde PRAC hatte den Angaben zufolge auch Todesfälle überprüft, die nach der Impfung aufgetreten waren. Dabei seien Vorerkrankungen der Personen sowie das Alter berücksichtigt worden. „PRAC stellte fest, dass die Daten keine Verbindung zeigten zur Impfung mit Comirnaty und dass die Fälle keine Sicherheitsbedenken auslösten.“ Comirnaty ist der offizielle Name des Präparates von Pfizer und Biontech. 

Anna Zacharias

Das ist nicht wie beim Bäcker,
wo man Schlange steht.
EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen über die Bestellung bei Astrazeneca 07:23
29.01.2021

Todesfallzahlen 2020 verlaufen parallel zu den Corona-Wellen

12:43
29.01.2021
 Das Auf und Ab der Todesfälle 2020 verläuft weitgehend parallel zur Zahl der Covid-Infizierten - das zeigt die Sterbefall-Statistik für das Corona-Jahr. Auf dem Höhepunkt der zweiten Welle im Dezember sind nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes in Deutschland 29 Prozent mehr Menschen gestorben als im Durchschnitt der vier Vorjahre. Bereits im November lagen die Sterbefallzahlen 12 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019, wie das Amt am Freitag in Wiesbaden berichtete.

„Der Jahresverlauf der Sterbefallzahlen war im Jahr 2020 durch verschiedene Sonderentwicklungen geprägt“, heißt es in der Jahresbilanz. In der Grippezeit stiegen die Sterbefallzahlen nicht so stark wie üblich. Im April lag die Zahl der Gestorbenen 10 Prozent über dem Durchschnitt der Vorjahre - bei gleichzeitigem Anstieg der Covid-19-Todesfälle.

„Als diese zurückgingen, bewegten sich ab Mai auch die Sterbefallzahlen etwa auf dem durchschnittlichen Niveau der Vorjahre“, berichteten die Statistiker. Im August stieg die Zahl der Todesfälle vorübergehend wieder an. „Dieser Effekt tritt im Sommer häufig auf und ging auch in diesem Jahr offenbar auf eine Hitzeperiode zurück.“ Ab Mitte Oktober starben wieder deutlich mehr Menschen als in den Vorjahren - erneut parallel zu den laborbestätigten Covid-19-Fällen.

Anna Zacharias

Corona-Lockdown und seelische Gesundheit - Zweite Studie

11:58
29.01.2021
Kein Ende der Corona-Pandemie, Lockdown, Einschränkungen in Berufs- und Privatleben - was macht das mit den Menschen in Deutschland? Das will die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) mit einer zweiten bundesweiten Corona-Umfrage herausfinden. „Wir möchten wissen, wie es den Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes geht und was sie bewegt“, sagte Professor Tillmann Krüger, der Leiter der Studie, am Freitag. Ziel sei, die Auswirkungen des Lockdowns zu erfassen.

In der ersten Erhebung im April 2020 gaben 60 Prozent der mehr als 3500 Befragten an, sehr gut oder gut mit der veränderten Lage und den Maßnahmen klarzukommen. Knapp ein Drittel der Befragten hingegen kam demnach schlecht oder sehr schlecht mit der Lage zurecht. Dabei wiesen Frauen signifikant höhere Depressions- und Angstwerte auf als Männer. Angst, Stress, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Aggression und Konflikte in Familien nahmen der Studie zufolge zu.

In der zweiten Erhebungsphase der Studie wollen die Wissenschaftler neben dem psychischen Befinden auch die persönliche Haltung der Menschen in Deutschland in den Blick nehmen. Es gehe darum, „die individuellen Hintergründe und Positionen der Menschen in Bezug auf die Pandemie und die getroffenen Maßnahmen zu erfassen“, erklärte Krüger. Dies sei eine Möglichkeit, die unterschiedlichen Reaktionen besser zu verstehen. Die Wissenschaftler erwarten den Angaben zufolge eine anhaltende psychosoziale Belastung und schwindende Akzeptanz der Anordnungen, die den Alltag der Bürger einschneidend verändert haben.

In der ersten Umfrage sagten fünf Prozent der Teilnehmer, in den Wochen zuvor häusliche Gewalt erfahren zu haben. Sie gaben mehrheitlich an, dass die Gewalt zuletzt zugenommen habe. Diese äußerte sich demnach auf verbaler (98,4 Prozent), körperlicher (41,9 Prozent) oder sexueller Ebene (30,2 Prozent).

Anna Zacharias