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20210117102438

Bayern will Homeoffice mit Steueranreizen fördern

09:53
17.01.2021
Bayern legt konkrete Vorschläge zur Förderung der Arbeit im Heimbüro vor. Finanzminister Albert Füracker (CSU) plädiert dafür, die Abschreibungsmöglichkeiten für Unternehmen zu verbessern und die Homeoffice-Pauschale für Arbeitnehmer dauerhaft zu verlängern. „Wir brauchen möglichst viel Homeoffice“, sagte Füracker der Deutschen Presse-Agentur. „Bayern setzt nicht auf gesetzliche Pflichten, sondern auf steuerliche Anreize.“

Die Corona-Pandemie hat die Diskussion um das Heimbüro angeheizt. „Es gibt verschiedene mögliche Stellschrauben“, sagte der CSU-Politiker. Als Beispiel nannte Füracker die Erhöhung der Sofortabschreibung für alle geringwertigen – mindestens jedoch für digitale - Wirtschaftsgüter von 800 auf 2 000 Euro. Das bedeutet beispielsweise, dass eine Firma neue Laptops und Monitore für die Mitarbeiter in einem Steuerjahr komplett abschreiben könnte. „Ein weiterer deutlicher Anreiz wären verbesserte Abschreibungsbedingungen für digitale Investitionen, wie zum Beispiel eine Softwareanschaffung.“

Für Arbeitnehmer gilt seit vergangenem Jahr eine 5-Euro-Pauschale je Arbeitstag in der eigenen Wohnung, die bis Ende dieses Jahres befristet ist. Bayern fordert, diese Pauschale zur Dauereinrichtung zu machen. „Für Arbeitnehmer darf Homeoffice kein Zuschussgeschäft sein, und das nicht nur in Pandemiezeiten“, sagte der bayerische Finanzminister dazu.

Patrick Reichelt

Wissenschaftler fordern strikte Maskenpflicht

09:00
17.01.2021
Inmitten der Meldungen über ansteckendere Varianten des Coronavirus und weiterhin hohe Infektionszahlen mahnen Wissenschaftler eindringlich zum Tragen von Gesichtsmasken. Basierend auf einer Auswertung entsprechender Studien betont ein internationales Forscherteam im Fachblatt „PNAS“, Regierungen und Behördenvertreter müssten dafür sorgen, dass entsprechende Regeln strikt eingehalten würden.

In Deutschland ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes etwa in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln seit Ende April 2020 Pflicht. Ende November wurden die Regeln noch einmal verschärft und weitere Orte dafür bestimmt. Bayern will FFP2-Masken zum Standard machen - diese bieten mehr Schutz für den Träger als andere Masken.

Ein internationales Team um Jeremy Howard von der Universität von San Francisco hat nun wissenschaftliche Veröffentlichungen zu den Masken analysiert. Dabei stellt es zunächst einmal fest, dass Gesichtsmasken schon durch die Arbeit des chinesischen Arztes Wu Lien-teh zur Bekämpfung der Pestepidemie in der Mandschurei 1910 als wirksames Mittel gegen die Ausbreitung von Seuchen galten. Außerhalb Ostasiens sei das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes allerdings seither unüblich geworden - bis zur Covid-19-Pandemie. Ende Juni 2020 lebten der Analyse zufolge fast 90 Prozent der Weltbevölkerung in Regionen mit Maskennutzung - in mehr oder weniger weiten Bereichen ihres Lebens.

Masken sind nach Auffassung der Autoren unter anderem wichtig, weil Erkrankte in der ersten Phase nach einer Infektion am ansteckendsten seien, wenn sie noch wenige oder keine Symptome zeigten. Eine der untersuchten Studien sei zu dem Schluss gekommen, dass 40 bis 45 Prozent der Infektionen von symptomlosen Menschen ausgehen und deren Infektiosität eventuell auch länger als 14 Tage betragen könne. Mit der Durchsetzung einer möglichst breit geltenden Maskenpflicht könnte das Risiko gesenkt werden, dass eben jene Erkrankte, die noch nichts von ihrer Infektion wüssten, andere ansteckten.

Patrick Reichelt