Der Trainingsstart der Tennisprofis für die Australian Open in Melbourne verzögert sich nach einem weiteren positiven Corona-Test bei einem Flug-Passagier. Damit erhöht sich die Zahl der Corona-Fälle vor dem ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres auf vier, wie die Behörden am Sonntag mitteilten. Alle Mitreisenden müssen als Erstkontakt in ihren Hotels in eine strikte 14-tägige Quarantäne, darunter 47 Tennisprofis. Zu ihnen gehört auch Angelique Kerber, die das Turnier 2016 gewann.
Alle übrigen Spielerinnen und Spieler können erst an diesem Montag ins Training einsteigen, weil noch nicht alle Test-Ergebnisse vorlägen, sagte die für Quarantäne-Angelegenheiten im Bundesstaat Victoria zuständige Behördenchefin Emma Cassar am Sonntag. Ihren Angaben zufolge wurde ein Rundfunk-Mitarbeiter nach der Ankunft aus Los Angeles positiv auf das Coronavirus getestet. Außerdem seien ein Mitglied der Crew und ein Tennis-Trainer sowie ein Coach, der aus Abu Dhabi eintraf, positiv getestet worden. Auch Kerber war mit der Chartermaschine aus Abu Dhabi geflogen. Der Trainer der einstigen US-Open-Siegerin Bianca Andreescu gab am Samstag bekannt, er habe einen postiiven Test abgegeben und entschuldigte sich für die Folgen.
Die Behörden in Victoria warnten die in Isolation befindlichen Tennisprofis vor Missachtung der strikten Bedingungen. Cassar drohte mit Geldstrafen von 20 000 australischen Dollar (12 750 Euro) auch bei geringen Verstößen. Zuvor soll ein Spieler mit einem Trainingspartner auf einem Hotelflur gesprochen haben. Profis, die zwei Wochen lang die normale Quarantäne absolvieren, dürfen für Training und Fitness fünf Stunden täglich aus dem Hotel. Die Australian Open sollen am 8. Februar beginnen.