- Pfizer kann die vereinbarte Menge an Impfstoff nicht liefern. Das hat auch Auswirkungen auf Bremen: "In der kommenden Woche erhalten wir noch mal unsere reguläre Lieferung in der Größenordnung von rund 5800 Impfdosen. Wie es in den Wochen danach aussieht, wissen wir leider aktuell noch nicht", teilte Senatorin Claudia Bernhard (Die Linke) am Freitag mit. „Das ist ein echter Schlag ins Kontor“, sagte auch Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD). Die Lieferung über rund 68.000 Impfdosen, die für den 19. Januar erwartet wird, sei aber nicht betroffen.
- Polizei und Ordnungsdienst haben in der Zeit von Montag, 11. Januar, bis Donnerstag, 14. Januar, in Bremen 319 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz eingeleitet - das sind mehr als doppelt so viele wie in der vergangenen Woche (147 Anzeigen). In 95 Fällen erfolgten den Angaben der Stadt zufolge Erläuterungen und Hinweise zu den bestehenden Verhaltenspflichten, wie zur Einhaltung des Mindestabstandes oder zu betrieblichen Hygienemaßnahmen.
Deutschland und die Welt:
- Aus Sorge wegen der kritischen Corona-Lage ziehen Bund und Länder ihre Beratungen über mögliche schärfere Beschränkungen auf nächste Woche vor. Bereits am Dienstag um 14 Uhr ist dazu eine Schaltkonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten geplant, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin sagte. Ursprünglich war die nächste Beratung erst für den 25. Januar vorgesehen. Auch angesichts einer neuen, wohl ansteckenderen Virus-Variante mehren sich nun aber Forderungen nach zusätzlichen Maßnahmen - ein bereits verschärfter Lockdown ist vorerst bis 31. Januar vorgesehen. Aus der Opposition kam Kritik.
- In Deutschland haben sich seit Ausbruch der Corona-Pandemie bereits über zwei Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.368 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden, wie das RKI am Freitag bekanntgab. Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie bekanntgewordenen Fälle auf 2.000.958.