Letztes Update:
20210110113317

Britischer Experte: Kliniken könnten in wenigen Wochen kollabieren

10:55
10.01.2021
Der medizinische Chefberater der britischen Regierung hat vor einem Kollaps des Gesundheitssystems innerhalb weniger Wochen gewarnt. Großbritannien verzeichnet derzeit immer neue Rekorde bei Corona-Neuinfektionen und Todesfällen. „Wenn das Virus so weitermacht, werden Krankenhäuser in echten Schwierigkeiten sein, und zwar bald“, schrieb Chris Whitty in einem Gastbeitrag in der „Sunday Times“. Das könne schon in weniger als drei Wochen der Fall sein.

Die Wartezeit für eine Behandlung der Patienten werde sich auf ein potenziell gefährliches Niveau erhöhen, so der Medizinprofessor. Das Verhältnis von Krankenhauspersonal zu Patienten werde inakzeptabel werden. Der Gesundheitsdienst sei in manchen Teilen des Landes derzeit der gefährlichsten Lage seit Menschengedenken ausgesetzt. „Es wird Todesfälle geben, die vermeidbar gewesen wären.“

Max Seidenfaden

Biathlon: Acht Corona-Fälle - Bulgarisches Team komplett isoliert

10:05
10.01.2021
Beim Biathlon-Weltcup in Oberhof gibt es acht weitere Corona-Fälle. Wegen gleich sechs positiver Befunde, von denen auch Sportler betroffen sind, wurde das gesamte bulgarische Team bis zu einer endgültigen Entscheidung des zuständigen Gesundheitsamtes unter Quarantäne gestellt, wie der Biathlon-Weltverband IBU am Sonntag mitteilte. Zudem wurden ein tschechischer Athlet und ein japanisches Teammitglied isoliert.

Die IBU führte in den vergangenen fünf Tagen 1400 Sars-CoV-2-Tests in Oberhof durch, die 15 positive Fälle ergaben. Neben Sportlern und Teammitgliedern war auch ein freiwilliger Mitarbeiter aus dem Organisationskomitee betroffen.

Max Seidenfaden

Zoos verlieren Millionen durch Corona - Verband ruft nach Hilfe

09:25
10.01.2021
Der bundesweite Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) drängt angesichts der kritischen Situation in Corona-Zeiten auf staatliche Hilfe. „Wenn unsere Zoos jetzt unverschuldet in finanzielle Engpässe geraten, würden wir es natürlich begrüßen, wenn der Staat Verantwortung übernehmen und passende Hilfsprogramme auflegen würde“, sagte VdZ-Geschäftsführer Volker Homes der dpa. „Schließlich können wir unsere Tiere kaum in Kurzarbeit schicken. Diese Hilfe wäre gelebter Tierschutz“, sagte Homes.

Allein in Nordrhein-Westfalen, wo es nach Angaben der Initiative NRW Partner Zoo die höchste Zoo-Dichte weltweit gibt, haben die Tierparks durch die coronabedingten Schließungen und Besucherbegrenzungen im vergangenen Jahr Millionen an Einnahmen eingebüßt. Sie leben derzeit von ihren Rücklagen. „Die Kosten laufen weiter - allein 50 000 Euro pro Monat für Futter“, sagte der Sprecher des Duisburger Zoos, Christian Schreiner. Der größte NRW-Zoo in Köln verzeichnete 2020 nur rund 700 000 Besucher - halb so viele wie im Vorjahr. Der Einnahmerückgang liege bei rund drei Millionen Euro, sagte sein Sprecher Christoph Schütt.

Max Seidenfaden

Göring-Eckardt fordert mehr Corona-Regeln für die Wirtschaft

08:52
10.01.2021
Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen und des Auftretens einer Virusmutation gefordert, stärker die Wirtschaft bei der Bekämpfung der Pandemie in den Fokus zu nehmen. „Millionen Beschäftigte sind täglich von Infektionen bedroht, weil Schutzmaßnahmen in Unternehmen nicht ausreichen, ohne Not Präsenzpflicht eingefordert wird oder Risiken durch die Anfahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mitgedacht werden“, sagte Göring-Eckardt dem „Tagesspiegel“ (Sonntag). „Beim Kampf gegen das Virus gehören Wirtschaft und Arbeitswelt ins Zentrum.“

Bund und Länder hätten bei Einzelhandel, Kultur und Schulen zwar harte Maßnahmen ergriffen. Für große Bereiche der Wirtschaft und der Arbeitswelt gebe es aber kaum verpflichtende Regeln. Das sei nicht nachvollziehbar und unverantwortlich.

Max Seidenfaden