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Ärztepräsidentin warnt vor Langzeitfolgen von Corona-Infektionen

08:10
10.01.2021
Niedersachsens Ärztekammer-Präsidentin Martina Wenker hat davor gewarnt, die Langzeitfolgen von Corona-Infektionen zu unterschätzen. „Wer von Covid-19 genesen ist, ist oft mitnichten sofort wieder gesund“, sagte Wenker der Deutschen Presse-Agentur. 20 bis 30 Prozent der Erkrankten zeigten demnach ein sogenanntes Post-Covid-Syndrom. Viele der vermeintlich Genesenen suchten daher auch in Niedersachsen erneut Arztpraxen auf und klagten etwa über neurologische oder muskuläre Probleme. „Das ist eine Blackbox, von der wir noch gar nicht wissen, wie viel da auf uns zukommen wird.“

Die Fachärztin für Lungenheilkunde forderte daher Impfbereitschaft - insbesondere von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Gesundheitswesen. „Jeder, der ein Impfangebot bekommt, sollte sich auch impfen lassen“, appellierte Wenker. Noch sei die Pandemie in Deutschland und Niedersachsen unter Kontrolle. Durch eine mögliche, ansteckungsfähigere Mutation des Coronavirus, die sich etwa gerade in Großbritannien ausbreite, könne sich die Situation aber kurzfristig verschärfen. „Wenn sich dann vor allem ältere Menschen infizieren, steigt auch das Risiko, dass schwere Krankheitsverläufe zunehmen“, sagte die Ärztekammer-Präsidentin. Impfungen würden dagegen helfen, es beginne nun aber ein Wettlauf gegen die Zeit.

Max Seidenfaden

16.946 Corona-Neuinfektionen und 465 neue Todesfälle gemeldet

07:36
10.01.2021
Die deutschen Gesundheitsämter haben am Sonntag 16.946 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 465 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Morgen bekanntgab. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten momentan schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Sonntagmorgen bei 162,2. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten Sachsen mit 269,8 und Thüringen mit 232,4. Den niedrigsten Wert hatte Bremen mit 74,0. Wegen der Feiertage sind die Wochenwerte aber ebenfalls mit Vorsicht zu bewerten.

Max Seidenfaden