Letztes Update:
20210110183923
Kapitel

Samstag, 9. Januar

Was am Samstag, 9. Januar, wichtig war

19:17
09.01.2021
Bremen und Niedersachsen:
  • In Bremen hat die Gesundheitsbehörde 66 neue Infektionen gemeldet. Die Zahl der Toten ist von 219 auf 222 gestiegen.
  • Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen steigt weiter. Am Samstag meldete das Landesgesundheitsamt 1164 neue Fälle im Vergleich zum Vortag.
  • Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) geht davon aus, dass die 50 Impfzenten im Land im kommenden Monat ihre Arbeit aufnehmen können.
  • Der Landkreis Gifhorn im Osten Niedersachsens hat den kritischen Wert von 200 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner überschritten.


Deutschland und die Welt:
  • Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 24.694 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1083 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet
  • Nach der Ausrufung des Katastrophenfalls in London wegen der hohen Auslastung der Krankenhäuser rechnen Experten in Großbritannien mit einer weiteren Verschärfung der Lage. 
  • In den USA sind 283.204 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet worden, der zweithöchste Wert seit Beginn der Pandemie. Zusätzlich gab es laut den Daten der Johns-Hopkins-Universität 3534 neue Todesfälle.

Max Seidenfaden

Sorge in Frankreich wegen mutierter Corona-Variante

18:20
09.01.2021
In weiteren französischen Départements ist die abendliche Ausgangssperre wegen der Corona-Situation auf 18 Uhr vorgezogen worden. Dazu zählen etwa die an Deutschland grenzenden Départements Haut-Rhin und Bas-Rhin sowie Vaucluse, Alpes-de-Haute-Provence oder Bouches-du-Rhône. Sorge bereitet den Behörden vor allem die in Großbritannien verstärkt aufgetretene mutierte Form des Coronavirus. So wurde in Bouches-du-Rhône an der Mittelmeerküste ein Cluster entdeckt, das auf eine Familie zurückgeht. In Bagneux bei Paris gab es am Samstag eine großangelegte Testaktion, nachdem die mutierte Form dort aufgetreten war.

Bereits zu Beginn des Jahres hatten einige stark betroffene Regionen die Ausgangssperre auf 18 Uhr vorgezogen. In allen anderen Départements des Landes gilt eine abendliche Ausgangssperre ab 20 Uhr - darunter auch Paris. Den Menschen ist es dann nicht mehr gestattet, an der frischen Luft spazieren zu gehen, Sport zu machen oder einzukaufen. Frankreich ist schwer von der Covid-19-Pandemie getroffen, mehr als 67.000 Menschen sind bisher im Land gestorben. 

Jean-Pierre Fellmer

Britische Experten fürchten weitere Verschärfung der Corona-Lage

17:20
09.01.2021
Nach der Ausrufung des Katastrophenfalls in London wegen der hohen Auslastung der Krankenhäuser rechnen Experten in Großbritannien mit einer weiteren Verschärfung der Situation. Simon Walsh vom Ärzteverband British Medical Association (BMA) sagte im BBC-Fernsehen, er erwarte einen weiteren Anstieg der Zahlen, bevor sie wieder zurückgingen. Das ergebe eine Analyse der ersten Pandemiewelle im Frühjahr vergangenen Jahres.

Großbritannien hatte am Freitag mit mehr als 68.000 neuen Corona-Infektionen und 1325 gemeldeten Todesfällen innerhalb von 24 Stunden gleich zwei traurige Rekorde verzeichnet. Am Samstag stieg die Zahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie auf über 80.000. Besonders schlimm ist die Lage in London, wo Bürgermeister Sadiq Khan einen Katastrophenfall ausrief. Die Krankenhäuser dort sind dort nach übereinstimmenden Berichten am Anschlag. Die Bedrohung, die das Coronavirus für die Stadt darstelle, sei an einem kritischen Punkt, sagte Khan einer Mitteilung zufolge. „Wenn wir nicht unverzüglich handeln, könnte unser (Gesundheitsdienst) NHS überwältigt werden und mehr Menschen werden sterben.“

Jean-Pierre Fellmer