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20210104152002

Niedersachsen kündigt stärkere Einschränkungen des Schulbetriebes an

15:08
04.01.2021
Niedersachsen hat nach den Beratungen der Kultusminister über die Corona-Lage an den Schulen einen Neustart nach den Weihnachtsferien mit verstärkten Beschränkungen in Aussicht gestellt. Klar sei, dass es bei einer Fortsetzung des Lockdowns nicht bei den bisherigen Einschränkungen bleiben könne, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Montag in Hannover.

Er könne sich nicht vorstellen, dass Grundschüler in voller Klassenstärke in den Präsenzunterricht zurückkehren. Auch in den Kindertagesstätten seien Einschränkungen zur Kontaktreduzierung nötig. Eine teilweise diskutierte Verlängerung der Ferien über das kommende Wochenende hinaus brachte Tonne nicht zur Sprache.

Vor den Weihnachtsferien hatte er zunächst angekündigt, dass Grundschüler bis Halbjahresende weiterhin alle zusammen unterrichtet werden sollen, allerdings mit Maskenpflicht. Präsenzunterricht sollte es auch für angehende Abiturienten geben, die übrigen Klassen sollten im Wechselunterricht in geteilten Klassen nach dem sogenannten Szenario B unterrichtet werden. Nun werden auch Schulschließungen nicht ausgeschlossen.

Die exakten Vorgaben für Schulen und Kindertagesstätten will das Ministerium am Dienstag nach den Beratungen von Bund und Ländern zur Verlängerung des Lockdowns bekannt geben. Es seien mehrere Szenarien vorbereitet, hieß es.

Michael Rabba

Bundesregierung verteidigt europäische Impfstoff-Beschaffung

14:46
04.01.2021
Regierungssprecher Steffen Seibert hat die Entscheidung der Bundesregierung für eine Beschaffung des Corona-Impfstoffs durch die EU verteidigt. Die Bundesregierung stehe hinter dieser „Grundsatzentscheidung“, sagte Seibert am Montag in Berlin. „Wir sind überzeugt, dass das der richtige Weg war und ist“, sagte er weiter und ergänzte: „Ja, die Ungeduld, die viele Fragen, die Bürger jetzt stellen, sind verständlich.“

Seibert reagierte auf kritische Fragen von Journalisten, die auf eine zu geringe Zahl an Impfdosen und ein langsames Tempo bei den Impfungen in Deutschland zielten. Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministerium sagte dazu: „Dass es jetzt am Anfang knapp sein würde mit dem Impfstoff, das war von Anfang an klar.“

Seibert sagte, der europäische Zusammenhalt habe sich gerade in der Pandemie als wichtig erwiesen. Berichte aus den Krankenhäusern in Deutschland zeigten die schwierige Lage. „Es bleibt also entscheidend Neuinfektionen, wie immer möglich, zu vermeiden“, sagte er.

Michael Rabba