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Touristen-Ansturm: Wintersportorte in NRW schließen Parkplätze

14:12
04.01.2021
 Nach einem beispiellosen Ansturm von Schnee-Touristen am Wochenende hat die Eifel-Gemeinde Hellenthal in Nordrhein-Westfalen die Zufahrt zu Parkplätzen an den Ausflugszielen mit Bauzäunen abgesperrt. Alleine auf einem großen Parkplatz hätten am Sonntag etwa 1300 Autos geparkt, sagte ein Sprecher der Stadt am Montag. Erstmals seien Besucher auch auf die Dörfer und Weiler der 8000-Einwohner-Gemeinde nahe der belgischen Grenze ausgewichen. „Die Besucher kamen in Strömen“, sagte der Sprecher. Wiesen und die Seitenränder einer Bundesstraße seien zugeparkt worden. Am Montag seien Mitarbeiter aus der Verwaltung vor Ort, um die Parkverbote durchzusetzen.

In Winterberg sind bereits seit Sonntag Pisten und Parkplätze gesperrt. Das Betretungsverbot soll Tagestouristen davon abhalten, die verschneiten Rodel- und Skihänge zu stürmen wie in den vergangenen Tagen. Am Vormittag sei es zunächst weitgehend ruhig geblieben, sagte eine Sprecherin der Stadt am Montag.

Max Seidenfaden

Lauterbach für „konsequenten“ und nicht befristeten Lockdown

13:32
04.01.2021
PD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat einen „konsequenten“ und zeitlich nicht befristeten Lockdown gefordert. Er verwies dabei auch auf die Mutation des Coronavirus. „Wir müssen die Neuinfektionen deutlicher reduzieren als bisher geplant“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“ (Montag). „Ein Inzidenzwert von 50 reicht nicht aus, weil wir es in Zukunft wahrscheinlich mit einer Virus-Variante zu tun haben werden, die wesentlich ansteckender ist als die bisher in Deutschland verbreitete.“ Die Rate der Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in sieben Tagen müsse auf 25 gesenkt werden. Am Sonntag lag sie in Deutschland bei 139,6.

„Der Lockdown muss weitergehen und sollte nicht zeitlich befristet werden, sondern auf den Zielwert von 25 ausgerichtet werden“, sagte Lauterbach. Er forderte zudem eine „pragmatisch-intelligente“ Impfstrategie. „Wir sollten umdenken und uns damit abfinden, dass wir zunächst einmal nicht mehr Dosen von den Impfstoffen der Hersteller Biontech und Moderna haben.“ Die Ständige Impfkommission müsse jetzt prüfen, ob eine vorgezogene Erstimpfung auch in Deutschland praktiziert werden sollte, ähnlich wie in England. „Es gilt, in den nächsten zwölf Wochen so viele Menschen wie möglich mit der Erstimpfung zu versorgen. Die Zweitimpfung könnte dann danach erfolgen“, meinte der SPD-Politiker.

Max Seidenfaden

Mehrheit der Länder für Verlängerung des Lockdowns bis 31. Januar

12:59
04.01.2021
Die Mehrheit der Ministerpräsidenten ist für eine Verlängerung der Corona-Maßnahmen bis Ende Januar. Die Unions-geführten Länder hatten sich bereits am Sonntagabend auf diese Linie verständigt, wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus dem Kreis der Ministerpräsidenten erfuhr. Nur zwei SPD-geführte Länder seien noch anderer Meinung, hieß es aus einer anderen Quelle. Der Corona-Lockdown sollte eigentlich am 10. Januar enden, doch angesichts weiter hoher Infektionszahlen ist eine Verlängerung höchstwahrscheinlich.

Auch der Bund tritt für eine Ausweitung bis Ende Januar ein. Thüringen hatte schon am Sonntag erklärt, den Lockdown bis zum 31. Januar weiterführen zu wollen. Auch die rheinland-pfälzische Regierungschefin Malu Dreyer (SPD) sprach sich im SWR für eine Verlängerung bis Monatsende aus. „Das ist, glaube ich, auch die Mehrheit der Kollegen“, fügte die SPD-Politikerin vor den für diesen Dienstag geplanten Bund-Länder-Beratungen hinzu.

Max Seidenfaden