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20201228121627

Hohe Corona-Zahlen: Krankenhäuser in Südengland unter Druck

11:43
28.12.2020
Wegen stark gestiegener Zahlen von Corona-Neuinfektionen wird der Platz in britischen Krankenhäusern knapp. Die Kliniken seien „von Wand zu Wand“ mit Covid-19-Patienten gefüllt, sagte die Chefin der Notärztevereinigung RCEM, Katherine Henderson, am Montag der BBC. Es gebe Patienten mit Corona-Symptomen und Patienten mit anderen Krankheiten, die dann auch positiv auf Corona getestet würden, sagte sie. Nach jüngsten Zahlen der Regierung werden mehr als 22 000 Corona-Patienten in Krankenhäusern behandelt.

Die Vizechefin des nationalen Gesundheitsdiensts NHS, Saffron Cordery, sagte, vor allem in Südengland, wo sich zuletzt eine neue, möglicherweise hoch ansteckende Variante des Virus ausgebreitet hatte, sei der Druck auf die Kliniken hoch. Nun liegt die Hoffnung auf einem baldigen Start von Massenimpfungen mit dem Impfstoff, den der Pharmakonzern Astrazeneca gemeinsam mit der Universität Oxford entwickelt hat. Die Zulassung durch die britischen Behörden wird in Kürze erwartet. Seit knapp drei Wochen wird bereits das Mittel des Mainzer Unternehmens Biontech und des US-Konzerns Pfizer eingesetzt.

Max Seidenfaden

Universität Hamburg plant auch das Sommersemester digital

11:16
28.12.2020
 Die Universität Hamburg mit ihren rund 44 000 Studierenden plant trotz der angelaufenen Corona-Impfungen auch das Sommersemester 2021 weitgehend digital. „Ein reines Präsenzsemester halte ich für unrealistisch - dazu müssten die Corona-Impfungen schon im Frühjahr einen Masseneffekt haben“, sagte Hochschulpräsident Dieter Lenzen dem „Hamburger Abendblatt“ (Montag). Junge Menschen würden bis dahin höchstwahrscheinlich noch nicht geimpft sein. „Deshalb planen wir das Sommersemester mit größtenteils digitaler Lehre in unseren knapp 200 Studiengängen.“ Denn solange die Abstandsregeln für alle Räume gälten, seien Präsenzveranstaltungen nur für maximal 15 Prozent der Studierenden möglich.

Nach Ende der Pandemie werde die Universität wieder zu Seminaren und Vorlesungen in Präsenz zurückkehren, sagte Lenzen. „Es wäre aber fahrlässig, positive Erfahrungen mit digitaler Lehre nicht weiterzuführen.“ So hätten Lehrende bei Veranstaltungen mit maximal 30 Teilnehmern etwa festgestellt, dass eine persönliche Ansprache in Videoseminaren besser funktioniere. Auch meldeten sich Studierende häufiger zu Wort. „Die Hemmschwelle ist offenbar niedriger als in einem großen Hörsaal, wo alle Augen auf einen gerichtet sind.“ Hinzu komme, dass die Kommunikation zwischen Studierenden und Lehrenden abseits der Seminare und Vorlesungen etwa über Chats und E-Mails intensiver gewesen sei.

Max Seidenfaden