Letztes Update:
20201223155502

Niederlande lassen wieder Reisende aus Großbritannien ins Land

14:44
23.12.2020
Nach einer dreitägigen Grenzblockade lassen die Niederlande wieder Reisende aus Großbritannien zu. Seit Mitternacht sei die Einreise wieder erlaubt, teilte die Regierung in Den Haag mit. Passagiere müssen allerdings ein negatives Ergebnis eines Corona-Tests vorweisen. Fluggesellschaften und Reeder sind verpflichtet, dies zu kontrollieren. Auch Reisende aus Südafrika sind unter diesen Bedingungen wieder willkommen.

Der Test darf den Angaben zufolge nicht älter als 72 Stunden sein, er ersetzt auch nicht die Pflicht zur Heimquarantäne von zehn Tagen. Aus Sorge über neue Varianten des Coronavirus in Großbritannien und Südafrika hatten die Niederlande die Grenzen für Reisende aus diesen Ländern geschlossen. Nur der Frachtverkehr war noch möglich.

Max Seidenfaden

Corona-Opfervertreter in Italien fordern Millionen-Entschädigung

14:09
23.12.2020
Eine Gruppe aus Vertretern von Covid-19-Opfern in Italien will die Behörden landesweit und in den Regionen verklagen und fordert 100 Millionen Euro Entschädigung. Die Gruppe Noi Denunceremo (Wir werden anprangern) gab an, am Mittwoch eine Klage im Namen von 500 Hinterbliebenen von Covid-19-Opfern einzureichen. Sie richte sich gegen den Ministerpräsidenten Giuseppe Conte, den Präsidenten der Region Lombardei, Attilo Fontana, und Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza.

Je Opfer verlangt die Gruppe 200.000 Euro Entschädigung, was insgesamt 100 Millionen Euro ergeben würde. Noi Denunceremo wirft den Behörden vor, in der Pandemie nicht schnell genug gehandelt zu haben, was zu gravierenden Folgen für die Wirtschaft und die Gesellschaft geführt habe.

Max Seidenfaden

Experte: Die meisten Allergiker müssen nicht nachhaltig verunsichert sein

13:29
23.12.2020
Berichte über allergische Reaktionen auf den Biontech-Impfstoff sollte Allergiker nicht allzu sehr beunruhigen, findet Prof. Ludger Klimek, Präsident des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen. „Allergische Reaktionen auf Impfstoffe sind nicht ungewöhnlich, kommen glücklicherweise aber sehr selten vor“, sagte der Präsident des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen, am Mittwoch in Wiesbaden.

Schwere allergische Reaktionen nach Corona-Impfungen in Großbritannien und den USA hätten „für erhebliche Verunsicherung unter den geschätzt 105 Millionen Allergikern in der EU geführt“, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme der deutschen allergologischen Gesellschaften. „Die meisten Allergiker müssen durch die aktuelle Situation nicht nachhaltig verunsichert sein. Nur sehr wenige Personen werden wohl aufgrund des Allergie-Risikos von einer Impfung ausgeschlossen werden müssen“, sagte Klimek.

In der Zulassungs-Studie waren Patienten mit schweren Allergien ausgeschlossen. „Die hier noch fehlenden Daten zur Verträglichkeit bei Anaphylaxie-gefährdeten Patienten müssen nun schnellstmöglich erhoben werden“, forderte Prof. Klimek. Derzeit würden
Tests entwickelt, um gefährdete Patienten zu erkennen.

Michael Rabba