Letztes Update:
20201216095632

FDP: Amtshilfe der Bundeswehr bei Corona-Impfung verstärkt nutzen

09:18
16.12.2020
Der FDP-Haushaltsexperte Karsten Klein hat die Gesundheitsämter aufgerufen, bei der Impfkampagne gegen Covid-19 Hilfsangebote der Streitkräfte zu nutzen. „Die Bundeswehr ist in der Corona-Krise als Helfer unersetzlich“, so Klein am Mittwoch. Angebote müssten vom ersten Tag an abgerufen werden. „Wir können uns weiteren Verzug in der derzeitigen Lage nicht leisten“, warnte er. Derzeit helfen mehr als 6600 Soldaten in der Corona-Krise, wie das Verteidigungsministerium auf eine Frage Kleins mitteilte. Die Bundeswehr hält demnach zudem 26 stationäre Impfzentren sowie weitere mobile Teams bereit.

Jan-Felix Jasch

Dax auf Hoch seit Februar - Crash-Verluste aufgeholt

08:35
16.12.2020
Starke Vorgaben von der Wall Street und gute Stimmungsdaten aus der französischen Wirtschaft haben den Dax zur Wochenmitte auf ein Hoch seit Februar getrieben. Mit über 13.500 Punkten holte der deutsche Leitindex seine Verluste seit Beginn des Börsencrashs am 24. Februar endgültig auf. Zuletzt gewann er 1,23 Prozent auf 13.527,50 Punkte. Damit rückt der Rekord bei 13.795 Punkten von Mitte Februar näher.

Der MDax der 60 mittelgroßen Werte kletterte am Mittwoch erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 30.000 Zählern und notierte zuletzt mit plus 0,79 Prozent etwas darunter auf 29.979,02 Punkten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,9 Prozent.

Die Chance auf eine Weihnachts- und Jahresendrally sei gestiegen, kommentierte Marktexperte Christian Henke vom Broker IG. Er verwies als Treiber auch auf die wahrscheinliche Zulassung eines Corona-Impfstoffs in Europa durch die Gesundheitsbehörde EMA noch vor Weihnachten. Zudem würden ein weiteres Konjunkturprogramm in den USA sowie Schützenhilfe von der US-amerikanischen Notenbank Fed zunehmend realistischer. Die Fed gibt ihre geldpolitischen Entscheidungen an diesem Mittwoch bekannt.

Jan-Felix Jasch

London verschärft Corona-Maßnahmen: „Sargnagel“ für Pubs

08:11
16.12.2020
Angesichts schärferer Corona-Beschränkungen in London warnt die Wirtschaft in der britischen Hauptstadt vor schwerwiegenden Folgen. Von einem „weiteren Sargnagel“ für Londons Pubs sprach die Chefin des Branchenverbands BBPA, Emma McClarkin. So müssen seit Mittwoch die restlichen 1250 Pubs in London schließen, damit sind nach Verbandsangaben allein in der Hauptstadt nun 56.000 Jobs in Gefahr. Pubs mit Außengastronomie durften bislang Gäste empfangen. McClarkin forderte deutlich mehr finanzielle Unterstützung von der Regierung. Der Verband UK Hospitality, der auch Hotels vertritt, kritisierte, der Schritt sei „unfair, unlogisch und eine unverhältnismäßige Belastung für das Gastgewerbe“.

Der Wirtschaftsexperte Ed Miliband von der oppositionellen Labour-Partei sagte, die Situation für die Gastronomie sei „katastrophal“. „Unternehmen stehen vor einer Doppelbelastung durch die andauernde Wirtschaftskrise und mögliche Störungen durch den Brexit“, sagte der ehemalige Labour-Chef. Wirtschaftsminister Alok Sharma verteidigte die Politik der Regierung und verwies auf Finanzhilfen für Geschäfte, die schließen müssen.

Wegen drastisch steigender Fallzahlen wurde London, ebenso wie Teile der nördlich angrenzenden Grafschaften Hertfordshire und Essex, in die höchste Corona-Warnstufe eingruppiert. Restaurants und Pubs, Kinos und Theater müssen wieder schließen, außerdem gelten strengere Kontaktbeschränkungen - so darf man sich etwa nicht mehr in Innenräumen treffen. Bürgermeister Sadiq Khan warnte vor „katastrophalen Konsequenzen“ für die Wirtschaft, mahnte aber auch, die Regeln zu befolgen.

Jan-Felix Jasch