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20201215211459

EU stellt 500 Millionen Euro für Versorgung ärmerer Länder mit Impfstoff bereit

16:13
15.12.2020
Die Europäische Union stellt 500 Millionen Euro für die Versorgung ärmerer Länder mit Corona-Impfstoffen zur Verfügung. Damit könne eine Milliarde Impfdosen gekauft werden, teilte die diplomatische Vertretung der Europäischen Union in Genf am Dienstag mit. 400 Millionen Euro kommen von der Europäischen Investmentbank, 100 Millionen Euro von der EU-Kommission.

Das Geld geht an die Impfinitiative Covax der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die die Forschung an zahlreichen Impfstoffkandidaten fördert und eine faire Verteilung erfolgreicher Impfstoffe gewährleisten soll. Mehr als 180 Länder sind beteiligt, darunter neben den EU-Ländern auch China, nicht aber die USA. Mehr als 90 Länder finanzieren den Kauf von Impfstoffen selbst, 92 sollen dabei unterstützt werden.

„"Team Europe" hat bislang mehr als 850 Millionen Euro für Covax bereitgestellt, was die Europäische Union zum größten Unterstützer der Covax-Initiative macht“, teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit. Zusätzlich zu den 500 Millionen Euro der EU haben die einzelnen Mitgliedstaaten ebenfalls Beiträge zugesagt. Der Chef der Impfstoffallianz Gavi, Seth Berkley, bedankte sich. Im kommenden Jahr müssten weitere fünf Milliarden Dollar zusammenkommen, um sicherzustellen, dass weltweit jeder, der es brauche, gegen Sars-CoV-2 geimpft werden könne.

Michael Rabba

Kiel und Lübeck erwägen Ausgangsbeschränkungen

15:28
15.12.2020
Angesichts weiterhin hoher Infektionszahlen denken die beiden größten Städte Schleswig-Holsteins über die Verhängung nächtlicher Ausgangssperren nach. Derzeit liefen Abstimmungen auf Fachebene über mögliche regionale Maßnahmen, wenn der 200er-Inzidenzwert des Robert Koch-Instituts (RKI) überschritten werde, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums am Dienstag. Eine Entscheidung stehe aber noch aus, so dass sich hinsichtlich möglicher Maßnahmen noch nichts bestätigen lasse, sagte er. Zuvor hatten lokale Medien darüber berichtet.

Eine Sprecherin der Stadt Kiel sagte, noch seien die Infektionszahlen für Kiel zwar niedriger als die für Lübeck. Doch in der Landeshauptstadt bereite man sich darauf vor, Ausgangsbeschränkungen anzuordnen, falls die Fallzahlen weiter ansteigen sollten.

Eine Sprecherin der Hansestadt Lübeck verwies auf die Angaben des Landes. Näheres könne man noch nicht sagen. Für Lübeck meldete das RKI am Dienstag (Stand: 0.00 Uhr) 173,2 bestätigte Corona-Fälle je 100 000 Einwohner für die vergangenen sieben Tage. Für Kiel lag die Inzidenz nach Angaben des RKI bei 102,1 Fällen je 100 000 Einwohner.

Michael Rabba