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20201215152802

Ausgabe kostenloser FFP2-Masken hat begonnen

15:21
15.12.2020
Mit großem Andrang hat am Dienstag in Niedersachsen und Bremen die Ausgabe von kostenlosen FFP2-Masken an Corona-Risikogruppen begonnen. „Uns erreichen erste Rückmeldungen, dass sich viele Menschen ihre Masken direkt abholen möchten“, sagte eine Sprecherin der Apothekerkammer Niedersachsen. In und vor den Apotheken bildeten sich teils lange Schlangen.

Die Apothekerkammer betonte, dass es die kostenlosen Masken noch bis zum 6. Januar geben werde. Wer kurz nach dem Start am Dienstag keine Maske mehr bekomme, müsse sich also keine Sorgen machen. Allerdings könnten die Apotheken nicht alle Betroffenen innerhalb von zwei Tagen versorgen. Mancherorts wurden eigene Abholbereiche eingerichtet, um den Andrang zu entzerren.

Über 60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen können sich laut Bundesgesundheitsministerium zunächst drei Masken abholen. Dazu genügt nach Ministeriumsangaben die Vorlage des Personalausweises „oder die nachvollziehbare Eigenauskunft über die Zugehörigkeit zu einer der Risikogruppen“. Zur Abholung könne auch eine andere Person bevollmächtigt werden.

Ab 1. Januar können berechtigte Patienten in einem zweiten Schritt zwölf weitere Masken gegen Coupons der Krankenkasse und einem Eigenanteil von 2 Euro pro 6 Masken erhalten. Diese können sie in zwei bestimmten Zeiträumen im neuen Jahr ebenfalls in den Apotheken abholen. Bei der ersten kostenlosen Abgabe werde nach Angaben eines Apothekers aus Niedersachsen nicht erfasst, wer seine drei Masken schon abgeholt habe.

Der Bund rechnete in einem Entwurf für die entsprechende Schutzmaskenverordnung mit rund 27,3 Millionen Menschen, die einen Anspruch auf die insgesamt 15 Schutzmasken haben. Zur Frage, wie viele Masken dabei für Niedersachsen und Bremen vorgehalten werden, konnten Apothekerkammern zunächst keine Angaben machen.

Michael Rabba

Lufthansa stellt verpflichtende Corona-Schnelltests vorübergehend ein

14:43
15.12.2020
Die Lufthansa hat ihren Probelauf mit verpflichtenden Corona-Schnelltests vorübergehend eingestellt. Voraussichtlich Ende Januar werde das Verfahren wieder aufgenommen, sagte eine Sprecherin in Frankfurt. Zuvor war der vorerst letzte Flug mit durchgängig auf das Corona-Virus getesteten Passagieren in München gestartet. Auch die Lufthansa-Tochter Austrian hat ihre Testreihen auf Verbindungen zwischen Wien, Berlin und später Hamburg zunächst beendet.

Lufthansa hatte im November erstmalig Antigen-Tests in ihren Abfertigungsprozess integriert und dafür 250 000 Sets beschafft. „Kurz gesagt: Es funktioniert“, fasste die Sprecherin die Ergebnisse zusammen. Nun müssten die Durchlaufzeit weiter verkürzt und zudem die Testlabore in das Lufthansa-IT-System eingebunden werden. Lufthansa hat nach eigenen Angaben rund 2000 Passagiere getestet.

Zum Neustart kämen auch andere Flughäfen und Strecken in Frage, kündigte die Sprecherin an, ohne Einzelheiten zu nennen. Der Konzern gehe trotz der mittlerweile erhältlichen Impfstoffe davon aus, dass auch im kommenden Jahr etliche Einreisen ohne Quarantäne nur mit einem negativen Corona-Test möglich sein werden.

Die verwendeten Antigen-Schnelltests weisen nicht den Covid-19-Erreger als solchen nach, sondern mit diesem verbundene Proteine. Die Funktionsweise ähnelt einem Schwangerschaftstest, die Ergebnisse sollen nach 30 bis 60 Minuten vorliegen. Allerdings sind die Tests ungenauer als die üblichen PCR-Tests.

Michael Rabba