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20201213185712

Bremens Bürgermeister Bovenschulte erläutert neue Corona-Regeln

12:33
13.12.2020
Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) erläuterte in der Pressekonferenz des Senats die in den Bund-Länder-Beratungen beschlossenen Regelungen: 

  • Es bleibe grundsätzlich dabei, dass sich privat maximal 5 Personen aus 2 Haushalten (Kinder bis 14 Jahre nicht mitgezählt) treffen dürfen. Nur in der Zeit vom 24. bis 26. Dezember sei jetzt festgelegt worden, dass ergänzend zum eigenen Haushalt bis zu 4 Personen aus dem engsten Familienkreis  hinzukommen dürfen.
  • An Silvester und Neujahr werde der Bund ein An- und Versammlungsverbot anordnen, auch der Verkauf von Feuerwerk werde verboten, so Bovenschulte weiter. Bremen spreche zudem eine Feuerwerksverbot für bestimmte öffentliche Plätze aus. 
  • Der Einzelhandel werde ab Mittwoch "sehr umfassend" geschlossen, bis auf Geschäfte für den täglichen Bedarf wie unter anderem Lebensmittelgeschäfte, Sanitätshäuser, Tankstellen, Banken, Sparkassen, Optiker. Auch der Weihnachtsbaumverkauf bleibe erlaubt.
  • Vom 16. Dezember bis 10. Januar werde in Bremen die Präsenzpflicht an Schulen ausgesetzt. Aber die Schulen bleiben grundsätzlich offen. Die Schüler seien aufgerufen, zuhause zu bleiben, es werde Distanzlernen angeboten, erläuterte der Bürgermeister. Wer zur Schule gehen wolle, könne das auch. In den Kitas werde analog verfahren.
  • Weiter wird eine verpflichtende Testung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Senioren- und Pflegeheimen angeordnet, so Bovenschulte. 

Michael Rabba

Neuer Corona-Lockdown: Keine Unterbrechung für Profisport

18:52
13.12.2020
Anders als beim ersten harten Corona-Lockdown im Frühjahr kann der Profisport seine Wettbewerbe diesmal zunächst fortsetzen. Dies geht aus dem Beschluss der Bund-Länder-Runde mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Sonntag hervor, in dem der Profisport bei den weitergehenden Einschränkungen nicht explizit erwähnt wird. Während das öffentliche Leben samt Einzelhandel und Schulen ab Mittwoch und bis zum 10. Januar drastisch heruntergefahren werden soll, darf demnach in den nationalen Sport-Ligen rund um den Jahreswechsel weiter ohne Zuschauer gespielt werden.

Lockerungen im Sport sind ebenso bis nach Start des neuen Jahres vom Tisch. Bis mindestens zum 10. Januar sind demnach weiter beispielsweise keine Zuschauer bei Profisport in den Stadien und Arenen erlaubt.

„Die anhaltende Corona-Pandemie hat Auswirkungen auf das öffentliche und wirtschaftliche Leben, dazu zählt selbstverständlich auch der Profisport“, hatte Christian Seifert, Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga, am Montag bei der Mitgliederversammlung der 36 Proficlubs gesagt. Die Vereine der Fußball-Bundesliga verlieren zwar mit den Geisterspielen einen Millionenbetrag, sind wegen der TV-Gelder aber darauf angewiesen, zumindest vor leeren Rängen spielen zu dürfen. Den Verlust an Zuschauergeldern bezifferte Seifert auf insgesamt „etwa 650 Millionen Euro“ in dieser Spielzeit.

Im Frühjahr war die Bundesliga Mitte März für mehr als zwei Monate unterbrochen worden, bevor es ab Mai in leeren Arenen weiterging. Andere Sportarten wie Eishockey oder Handball brachen ihre Saison komplett ab und pausierten wesentlich länger. Seit dem Teil-Lockdown Anfang November sind in Deutschland nicht nur Zuschauer beim Profisport, sondern auch der gesamte Amateur- und Juniorensport untersagt.

Sarah Haferkamp