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20201213185203

Marburger Bund appelliert an Arbeitgeber: Homeoffice ermöglichen

18:17
13.12.2020
Der Marburger Bund appelliert angesichts der hohen Coronavirus-Infektionszahlen an Arbeitgeber, ihren Angestellten Homeoffice zu ermöglichen. „Wo immer es möglich ist, sollten Arbeitgeber ihre Angestellten ab sofort ihre Arbeit von zu Hause erledigen lassen“, sagte die Erste Vorsitzende des Ärzteverbandes, Susanne Johna, der Deutschen Presse-Agentur. „Homeoffice, wo immer es möglich ist, wird auch dazu führen, dass in dieser kritischen Phase weniger Menschen morgens und abends in vollen Bussen und Bahnen zusammenkommen und sich dabei gegenseitig anstecken.“

Die hohen Infektionszahlen erforderten rasches und konsequentes Handeln, sagte Johna. Die Gefahr eines erneuten exponentiellen Wachstums sei offensichtlich. „Nur durch eine Strategie der wirksamen Kontaktminimierung lässt sich dieser Trend brechen.“

Johna betonte: „Materielle Geschenke zu Weihnachten sind gerade in diesem Jahr weniger wichtig als Gesundheit, Solidarität wichtiger als Kommerz.“ Die Gefahr einer Überlastung des Gesundheitssystems sei in vielen Regionen real, obwohl inzwischen in den meisten Krankenhäusern verschiebbare Eingriffe nicht mehr durchgeführt würden. „Alles, was dazu beiträgt, dass die Infektionen rasch sinken, wird uns in den Krankenhäusern entlasten und Leben retten.“

An diesem Sonntag wollen die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder erneut mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über den weiteren Kurs in der Corona-Krise beraten. Im Vorfeld deutete sich an, dass noch vor Weihnachten ein Lockdown beginnen könnte.

Sarah Haferkamp

USA vor größter Impfkampagne in der Geschichte des Landes

17:32
13.12.2020
Nach der Notfallzulassung des Corona-Impfstoffs des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer durch die Arzneimittelbehörde FDA stehen die USA vor der größten Impfkampagne in der Geschichte des Landes. Die Auslieferung des mit Trockeneis gekühlten Impfstoffs sei nach der Erteilung der Notfallzulassung am späten Freitagabend (Ortszeit) und der Verpackung am Samstag am Sonntag angelaufen, teilte das Frachtunternehmen FedEx mit. Am Montag könne das Impfen beginnen. Unterdessen überschritt die Gesamtzahl der Corona-Infektionen in den USA, wo die Pandemie weiterhin außer Kontrolle ist, die Marke von 16 Millionen.

FDA-Chef Stephen Hahn hatte die Notfallzulassung einen „bedeutenden Meilenstein im Kampf gegen diese verheerende Pandemie“ genannt. Biontech-Mitgründer Ugur Sahin sagte, die Zulassung und der anstehende Einsatz des Impfstoffes würden „helfen, Leben überall in den USA zu retten, und die Rückkehr zur Normalität beschleunigen“.

Medienberichten zufolge soll das Weiße Haus die FDA mit Drohungen der Entlassung zur umgehenden Notfallzulassung gedrängt haben. FDA-Chef Hahn wies dies am Samstag zurück. „Wissenschaft und Daten haben die Entscheidung der FDA gelenkt“, sagte er.

Michael Rabba