Letztes Update:
20201212132340

Corona-Studie in Österreich: Mehr als Hälfte der Fälle unerkannt

12:48
12.12.2020
Bei einer Coronavirus-Studie in Österreich waren mehr als die Hälfte aller entdeckten Fälle zuvor nicht registriert. Das galt sowohl für akute Infektionen Mitte November als auch für Antikörper im Blut, die auf frühere Infektionen hindeuten. Das teilte die Statistikbehörde des Landes am Freitag zur Prävalenz-Studie der Medizinischen Universität Wien im Auftrag des Wissenschaftsministeriums mit. Von einer repräsentativen Stichprobe von fast 8000 Menschen ließen sich rund 2200 Mitte November einen Abstrich und Blutproben abnehmen.

Jean-Pierre Fellmer

Biontech- und Pfizer-Impfstoff erhält auch in Mexiko Notfallzulassung

12:18
12.12.2020
Auch Mexiko hat dem Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und dessen US-Partner Pfizer eine Notfallzulassung erteilt. Das teilte die staatliche Kommission zum Schutz vor Gesundheitsrisiken am Freitag (Ortszeit) mit. Die Behörde hatte einen entsprechenden Antrag der Unternehmen demnach seit dem 26. November überprüft und bewertet. Die 24 Mitglieder des zuständigen Komitees stimmten dem Antrag den Angaben nach am Freitag einstimmig zu.

Auch die US-Arzneimittelbehörde FDA erteilte dem Impfstoff am Freitag eine Notfallzulassung. Bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (Ema) wurde die Zulassung des Corona-Impfstoffs in der EU beantragt, eine Entscheidung darüber steht noch aus.

Bereits Anfang Dezember hatte die britische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel dem Präparat von Biontech/Pfizer eine Notfallzulassung erteilt. Damit wurde Großbritannien der erste Staat weltweit, der das Vakzin freigab. Inzwischen haben unter anderem auch Kanada, Bahrain und Saudi-Arabien Genehmigungen für den Impfstoff gegeben.

In Mexiko, mit knapp 130 Millionen Einwohnern das zehntbevölkerungsreichste Land der Welt, sind bislang über 113 000 Todesfälle infolge einer Covid-19-Erkrankung registriert worden - die vierthöchste Zahl weltweit. In Wirklichkeit sind es allerdings mindestens 50 000 mehr. Etwa so viele Todesfälle, die nicht in der offiziellen Statistik auftauchen, seien auf die Krankheit, die vom Coronavirus ausgelöst wird, zurückzuführen, hatte die Regierung des nordamerikanischen Landes bereits Ende Oktober erklärt.

Sarah Haferkamp