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Altmaier drängt: „Auf gar keinen Fall bis nach Weihnachten warten“

11:42
12.12.2020
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat vor Kontrollverlust in der Corona-Pandemie gewarnt und zu schnellem Handeln noch vor Weihnachten gedrängt. „Das Infektionsgeschehen hat sich in den letzten drei Tagen dramatisch beschleunigt. Wir sind wieder in einer Phase exponentiellen Wachstums und sehen, dass die ersten Intensivstationen an ihre Kapazitätsgrenzen gelangen“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag). Man könne auf gar keinen Fall bis nach Weihnachten warten, ehe man reagiere. „Wir müssen jetzt klären, wie es weitergeht. Sonst gerät der Pandemie-Verlauf vollständig außer Kontrolle“, sagte Altmaier.

Sowohl im privaten Bereich als auch im öffentlichen Raum müssten Kontakte drastisch reduziert werden. Ins Visier genommen werden müssten Bereiche, die möglichst wenig ins wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben eingreifen. „Aber klar ist: Das wird nicht zum Nulltarif gehen“, sagte er. Bereits zuvor hatte er höhere Corona-Hilfen im Fall eines harten Lockdowns in Aussicht gestellt.

Einer Homeoffice-Pflicht erteilte er eine Absage: „Ich halte wenig davon, in die betriebliche Praxis hinein zu dirigieren“, sagte er. Für neue Rechtsansprüche sei jetzt, wo viele Unternehmen ums Überleben kämpften, einfach keine Zeit. Der Staat habe an die Wirtschaft appelliert, Beschäftigte wo immer möglich ins Homeoffice zu schicken. Die Reduzierung von Kontakten sei aber auch am Arbeitsplatz organisierbar. Ein Sonderfall seien Großraumbüros.

Sarah Haferkamp

Kretschmann: Bundesweiter Lockdown kommt wohl vor Weihnachten

11:13
12.12.2020
Der bundesweite Lockdown wird nach Einschätzung des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann schon vor Weihnachten kommen. „So wie es sich abzeichnet, wird der harte Lockdown vor Weihnachten kommen und nicht erst danach“, sagte Kretschmann am Samstag beim Grünen-Landesparteitag in Reutlingen mit Verweis auf eine Corona-Schalte mit anderen Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel. Dort sei am Samstagmorgen die Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Sonntag zur Corona-Krise vorbereitet worden. Kretschmann betonte, die Menschen müssten sich darauf einstellen, dass schon nächste Woche das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben so weit wie möglich heruntergefahren werde.

Sarah Haferkamp

Tschechien verbietet wegen Corona „Coffee-to-go“

10:29
12.12.2020
Die tschechische Regierung hat mit einer neuen Corona-Regel für Irritationen gesorgt: Der Verkauf des beliebten „Coffee-to-go“ ist nun verboten. In der Verordnung des Minderheitskabinetts zu den Krisenmaßnahmen heißt es umständlich, dass der Verkauf „ausgeschenkter oder vor Ort hergestellter Getränke“ an Kunden zum Konsum „außerhalb der Innenräume“ verboten werde.

Viele glaubten zunächst an einen Formulierungsfehler. Doch Gesundheitsminister Jan Blatny stellte inzwischen klar: „Das ist kein Irrtum - es zielt darauf ab, dass wir nicht auf Weihnachtsmärkten oder auf der Straße mit Bechern und Essen in der Hand herumlaufen.“

Für weitere Verwirrung sorgte Handelsminister Karel Havlicek. Seiner Ansicht nach sei Kaffee zum Mitnehmen erlaubt, wenn man den Becher „in einer Tasche nach Hause“ mitnehme.

In den Online-Kommentarseiten der Zeitung ließen Kaffeefreunde ihrem Unmut freien Lauf. „Das ist die reine Verhöhnung“, meinte ein Internet-Nutzer. „Ich habe keine Zeit, morgens vor der Arbeit im Café zu sitzen“, klagte ein anderer. „Das wird uns bestimmt vor der Pandemie retten“, lautete ein sarkastischer Kommentar.

Sarah Haferkamp