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Kein Glühweinverkauf „to go“ mehr ab Samstag in Niedersachsen

19:12
11.12.2020
Keine Glühweinstände mehr im öffentlichen Raum in Niedersachsen: Schon von Samstag an greift das Verbot zum Verkauf von Alkohol zum Verzehr draußen. Das teilte die Staatskanzlei in Hannover am Freitagabend mit Veröffentlichung der neuen Corona-Verordnung mit. Der Verkauf alkoholischer Getränke wie Glühwein oder Punsch zum direkten Verzehr in Gläsern oder Einwegbechern sei verboten, auch für die Gastronomie, den Einzelhandel und für alle privaten Bereiche. „Hintergrund ist, dass eine Darreichung von Alkohol, die zum unmittelbaren Verzehr einlädt, vor allem die deutlich erhöhte Gefahr größerer Personenansammlungen mit sich bringt“, hieß es in der Mitteilung der Staatskanzlei.

Jean-Pierre Fellmer

Sachsens Regierung verhängt Lockdown

19:11
11.12.2020
Sachsen verhängt zur Eindämmung der Corona-Pandemie von Montag an einen Lockdown und fährt das öffentliche Leben herunter. Die genauen Maßnahmen beschloss das Kabinett am Freitagabend in Dresden in seiner neuen Corona-Schutzverordnung. Schulen, Kitas und Horte bleiben demnach zu, ebenso zahlreiche Geschäfte im Einzelhandel. Der Lockdown soll bis zum 10. Januar dauern.
In besonders betroffenen Gebieten soll es zwischen 22 und 6 Uhr Ausgangsbeschränkungen geben. Die nächtlichen „Ausgangssperren“, kündigte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) an. Sie sollen von einem Inzidenzwert von 200 an greifen. Dann darf das Haus nur aus triftigen Gründen verlassen werden. Zum Einkaufen und für Sport gilt ein 15-Kilometer-Radius um das eigene Wohnumfeld.

Köpping verwies auf die drastisch gestiegenen Infektionszahlen in Sachsen. Das mache sie sehr besorgt. 2754 Patienten befänden sich im Krankenhaus, davon 494 auf Intensivstationen. „Ich will damit sagen, dass die Lage in Sachsen nach wie vor ernst ist.“ Deshalb habe man die neue Schutzverordnung beschlossen. „Das Land muss zur Ruhe kommen“, betonte die Ministerin.

Der Freistaat gilt bundesweit als Corona-Brennpunkt. Sowohl das Robert Koch-Institut als auch das Gesundheitsministerium wiesen am Freitag für ihn einen Inzidenzwert von 313 aus. Über die Sitzungen der Landtagsausschüsse wurde auch das Parlament in die Entscheidung einbezogen.

Jean-Pierre Fellmer

Polizei bereitet sich in Dresden auf Corona-Proteste vor

19:04
11.12.2020
Mit einem Großeinsatz bereitet sich die Dresdner Polizei auf Proteste am Samstag (12.00 Uhr) gegen die Corona-Politik vor. Die Initiative „Querdenken“ hatte eine Kundgebung für 4000 Menschen angemeldet. Für sie wurde bundesweit und im Ausland - auch in der rechten Szene - geworben. Dresden befürchtete bei derzeit hohen Infektionszahlen in der Stadt und ganz Sachsen einen Massenauflauf und untersagte die Versammlung wegen Gefährdung der Sicherheit.

Jean-Pierre Fellmer