UN-Generalsekretär António Guterres hat zu enger internationaler Abstimmung bei den Corona-Impfungen gemahnt. „Die Pandemie ist eine Krise wie keine andere, in der die Welt einem gemeinsamen Feind gegenübersteht. Leider haben die Regierungen nicht gemeinsam auf diese globale Bedrohung reagiert“, sagte Guterres am Freitag beim jährlichen Friedensnobelpreis-Forum. Das Treffen beschäftigte sich dieses Mal mit den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie.
Die Reaktionen auf das neuartige Virus seien in den ersten Monaten chaotisch und nicht abgestimmt gewesen, sagte der Portugiese. Länder, Regionen und selbst Städte hätten sich einen Wettbewerb um grundlegende Versorgungsmittel geliefert. Bei den Impfstoffen dürfe sich das nicht wiederholen. „Wir können dasselbe nicht beim Zugang zu neuen Covid-19-Impfstoffen passieren lassen. Diese müssen ein globales öffentliches Gut sein.“
Die Pandemie beweise, dass die Welt mehr Multilateralismus benötige, sagte Guterres. „Wir können auf diese Krise nicht reagieren, indem wir zu dem zurückkehren, das war, oder uns in unsere nationalen Schalen zurückziehen. Wir brauchen mehr internationale Zusammenarbeit und stärkere internationale Institutionen.“ Der Friedensnobelpreis ging in diesem Jahr an das Welternährungsprogramm (WFP), eine Organisation der Vereinten Nationen.