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UN-Chef mahnt internationale Zusammenarbeit bei Impfungen an

16:23
11.12.2020
UN-Generalsekretär António Guterres hat zu enger internationaler Abstimmung bei den Corona-Impfungen gemahnt. „Die Pandemie ist eine Krise wie keine andere, in der die Welt einem gemeinsamen Feind gegenübersteht. Leider haben die Regierungen nicht gemeinsam auf diese globale Bedrohung reagiert“, sagte Guterres am Freitag beim jährlichen Friedensnobelpreis-Forum. Das Treffen beschäftigte sich dieses Mal mit den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie.

Die Reaktionen auf das neuartige Virus seien in den ersten Monaten chaotisch und nicht abgestimmt gewesen, sagte der Portugiese. Länder, Regionen und selbst Städte hätten sich einen Wettbewerb um grundlegende Versorgungsmittel geliefert. Bei den Impfstoffen dürfe sich das nicht wiederholen. „Wir können dasselbe nicht beim Zugang zu neuen Covid-19-Impfstoffen passieren lassen. Diese müssen ein globales öffentliches Gut sein.“

Die Pandemie beweise, dass die Welt mehr Multilateralismus benötige, sagte Guterres. „Wir können auf diese Krise nicht reagieren, indem wir zu dem zurückkehren, das war, oder uns in unsere nationalen Schalen zurückziehen. Wir brauchen mehr internationale Zusammenarbeit und stärkere internationale Institutionen.“ Der Friedensnobelpreis ging in diesem Jahr an das Welternährungsprogramm (WFP), eine Organisation der Vereinten Nationen.

Jean-Pierre Fellmer

Niedersachsen schließt weitere Corona-Verschärfungen nicht aus

15:35
11.12.2020
Niedersachsens Landesregierung schließt weitere Verschärfungen der Corona-Beschränkungen über Weihnachten und den Jahreswechsel nach der bereits erfolgten Rücknahme von Lockerungen nicht aus. Dies könne auch die Feiern in der Silvesternacht selber sowie die Frage des Abbrennens von Böllern betreffen, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen am Freitag in Hannover. Ausschlaggebend seien das weitere Infektionsgeschehen und die Ergebnisse der neuerlichen Bund-Länder-Beratungen über den Corona-Kurs am Wochenende.

Die bereits angekündigte Rücknahme der meisten Lockerungen von Kontaktbeschränkungen zum Jahresende einschließlich eines Verbots des Alkoholverkaufs zum Sofortkonsum wird in einer neuen Corona-Verordnung fixiert, die am Freitag oder Samstag veröffentlicht werden sollte. Sie wird den Zeitraum bis zum 10. Januar abdecken. Nach dem Bund-Länder-Treffen am Sonntag soll es erneut eine angepasste Corona-Verordnung geben, die auch die Frage möglicher Ladenschließungen beinhalten soll, sagte die Regierungssprecherin.

Unterdessen nehmen die Neuansteckungen mit dem Coronavirus auch in Niedersachsen wieder zu. Das Landesgesundheitsamt meldete am Freitagmorgen im Vergleich zum Vortag 1536 zusätzliche Fälle. Das sind 311 mehr als am Freitag vor einer Woche. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle stieg um 29 auf 1386. Der Sieben-Tage-Wert für Niedersachsen lag bei 87,8 Infektionen pro 100 000 Einwohner. „Was wir beobachten, ist, dass sich das Infektionsgeschehen im Land weniger auf Hotspots konzentriert, sondern im ganzen Land verteilt“, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Hannover.

Jean-Pierre Fellmer