Der Bremer Landesverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert, dass auch das Land Bremen ab dem kommenden Montag auf Distanzunterricht in den Schulen wechselt. „Es ist doch Augenwischerei jetzt immer noch zu behaupten, dass das Infektionsgeschehen in den Bildungseinrichtungen unerheblich sei“, sagt Elke Suhr, Landesvorstandssprecherin der GEW. Bei einem Test an vier Bremer Schulen waren zuletzt zwölf von 1359 Schülern und Schülerinnen positiv auf das Coronavirus getestet worden - eine Positivquote von 0,88 Prozent. Auf zwei Wochen gerechnet ergebe das eine Inzidenz von 440, betont Suhr. „Das ist alles andere als unerheblich, das ist dramatisch.“
Als Folge dessen fordert die GEW, dass auch Bremen ab der kommenden Woche Distanzunterricht anbietet sowie bis zum Ende der Ferien ein Konzept für Unterricht in Halbgruppen mindestens bis zu den Osterferien zu schaffen. Um dies zu gewährleisten bedürfe es Luftfilter in Klassenräumen sowie ein vernünftiges Betreuungsangebot für junge Schüler und Schülerinnen. "Dadurch sollte es endlich auch in Schule möglich sein, sich an die wichtigen AHA-Regeln zu halten und gleichzeitig zuverlässige Lernangebote zu machen", meint GEW-Landesvorstandssprecherin Barbara Schüll.