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20201211050952
Kapitel

Donnerstag, 10. Dezember

Weihnachten im Corona-Jahr: Vatikan verlegt Christmette vor

21:28
10.12.2020
Papst Franziskus hat sein liturgisches Programm für Weihnachten und die darauf folgenden Tage bekanntgegeben. Am 24. Dezember werde die Christmette im Petersdom bereits um 19.30 Uhr und damit früher als sonst gefeiert, teilte der Heilige Stuhl am Donnerstag mit. Wegen der Corona-Regeln in Italien und der Ausgangssperre ab 22 Uhr müssen die Christmetten in diesem Jahr vorverlegt werden. Obendrein ist die Anzahl der Gläubigen, die bei den Feierlichkeiten im Petersdom dabei sein dürfen, begrenzt.

Den Segen Urbi et Orbi will das Oberhaupt der katholischen Kirche dann einen Tag später am ersten Weihnachtsfeiertag um 12 Uhr spenden. Auch am 31. Dezember, am Neujahrstag und am Dreikönigstag (6. Januar) soll es Messen geben. Nicht geklärt ist allerdings, ob Franziskus wie vor einem Jahr am 6. Januar Kinder taufen wird, wie das Medienportal „Vatican News“ schrieb.

Maria Sandig

Günther für Corona-Lockdown vor Weihnachten

20:55
10.12.2020
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat sich für einen harten Lockdown in der Corona-Krise noch vor Weihnachten ausgesprochen. Dafür wolle er sich angesichts der hohen Infektionszahlen auch bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz einsetzen, sagte Günther am Donnerstag nach einer Sondersitzung des Jamaika-Kabinetts. Er gehe davon aus, dass diese Konferenz am Sonntag stattfinden wird. Die Koalition in Kiel strebe einen gemeinsamen Weg aller Bundesländer an.

Maria Sandig

Corona-Lage an Schulen: Gewerkschaft GEW kritisiert Kultusminister

20:22
10.12.2020
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Kultusminister der Länder für bevorstehende Schulschließungen und eine mögliche weitere Ferienverlängerung verantwortlich gemacht. Sie sei „enttäuscht und verärgert“, dass die Minister nicht den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts und der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina gefolgt seien und rechtzeitig auf Wechselunterricht umgestellt hätten, sagte Gewerkschaftschefin Marlis Tepe dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Nun müssen Schulen geschlossen und offenbar auch die Weihnachtsferien verlängert werden. Mit anderen Worten: Jetzt zahlen die Lehrkräfte sowie die Schülerinnen und Schüler die Rechnung“, sagte die GEW-Vorsitzende.

Das Robert Koch-Institut hatte ab 50 Ansteckungsfällen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche empfohlen, auf geteilte Klassen und Wechselunterricht umzustellen. Bildungsgewerkschaften hatten seit dem Herbst immer wieder Druck gemacht, dies umzusetzen. Die Länder hatten die Wichtigkeit des Präsenzunterrichts betont und mit dem Bund besprochen, dass es erst ab einer Inzidenz von 200 Fällen weitergehende Maßnahmen wie Wechselunterricht geben soll. Die Kultusminister hielten am Donnerstag bei einer Videokonferenz an ihrer Linie fest, die Schulen so lange wie möglich offen zu halten, hieß es in Teilnehmerkreisen.

Regional ist es seit Schuljahresbeginn immer wieder zu vorübergehenden Schulschließungen gekommen. Angesichts der anhaltend hohen Corona-Zahlen wird nun aber über weitergehende Maßnahmen diskutiert, wie eine weitere Ausdehnung der Weihnachtsferien und eine vorübergehende Aussetzung der Schulpflicht. Sachsen will zudem wegen besonders hoher Corona-Zahlen als erstes Bundesland ab der kommenden Woche wieder flächendeckend die Einrichtungen einschließlich Kitas zumachen.

Maria Sandig