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20201210171607

Österreich: Lage auf Intensivstationen stabilisiert

16:44
10.12.2020
Die angespannte Lage auf Österreichs Intensivstationen hat sich nach mehreren Wochen strenger Corona-Maßnahmen stabilisiert. Die im November drohende „absolute Katastrophe“ einer kompletten Überlastung und Triage sei verhindert worden, Entlastung herrsche aber nicht, sagte der Verbandspräsident von Österreichs Intensivmedizinern, Klaus Markstaller, am Donnerstag in Wien. Triage wird die ärztliche Notfall-Entscheidung genannt, welche Patienten intensivmedizinisch behandelt werden können - und welche nicht.

Von den 800 bis 850 Intensivbetten, die in Österreich maximal für Patienten mit Covid-19 zur Verfügung stehen, waren am Donnerstag 585 belegt. „Die Zahlen auf den Intensivstationen nehmen langsam ab, allerdings sind jetzt hauptsächlich die schwersten Fälle dieser zweiten Welle auf der Intensivstation“, sagte Markstaller. Die Corona-Intensivpatienten im Universitätsklinikum AKH Wien seien im Durchschnitt 55 Jahre alt, darunter auch junge Berufstätige ohne wesentliche Vorerkrankungen, die mitten im Leben gestanden hätten.

Max Seidenfaden

Corona und mehr: Bauern gehen „extrem angespannt“ ins neue Jahr

16:01
10.12.2020
Für die Bauern gehören Schwankungen zum Geschäft - allein schon beim Wetter. In diesem Jahr kam für viele Höfe aber noch mehr zusammen: Corona, Afrikanische Schweinepest, Preisdruck der großen Supermarktketten. „Die Situation auf vielen Höfen ist extrem angespannt“, sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied am Donnerstag bei einer wirtschaftlichen Bilanz. Zwar erholten sich die Gewinne der Betriebe im Ende Juni abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2019/20 im Schnitt um 13 Prozent auf 64 500 Euro. Noch nicht verbucht sind darin aber etwa die Folgen der erst später aufgetauchten Schweinepest. Auch verlängerte Corona-Beschränkungen drücken auf den Lebensmittelmarkt.

Es könne nun von „keiner Entspannung“ die Rede sein, sagte Rukwied. Sondern nur einer „temporären Ergebnisverbesserung“ nach vorherigen Gewinnrückgängen auf breiter Front. Und in der zweiten Halbzeit des bis Juni 2021 laufenden aktuellen Geschäftsjahres dürfte sich die Einkommenslage wieder klar verschlechtern. Bei Milch- und Ackerbauern bleibe es wohl bei zuletzt unterdurchschnittlichen Gewinnen, von denen auch noch Investitionen zu zahlen sind. Vor allem Tierhaltern drohten erhebliche Einbrüche. Dazu kommen diverse Konfliktthemen.

Maria Sandig