Letztes Update:
20201210160152

Tschechiens Ärzte-Chef für sofortige Verschärfung der Corona-Regeln

14:53
10.12.2020
 In einem dramatischen Appell hat der Präsident der tschechischen Ärztekammer, Milan Kubek, eine sofortige Verschärfung der Corona-Maßnahmen gefordert. Ein unkontrollierter Anstieg der Infektionszahlen würde das Gesundheitssystem überlasten, warnte der Mediziner am Donnerstag in einem offenen Brief an die Regierung.

Die Lockerungen seien zu früh gekommen. „Nur dank des immensen Einsatzes des Gesundheitspersonals, dem wir alle dankbar sein sollten, ist die Zahl der Todesopfer nicht noch viel höher“, schrieb der 52-Jährige. Der Internist steht seit fast 15 Jahren an der Spitze der ärztlichen Standesvertretung in Tschechien.

Max Seidenfaden

Umfrage: Große Mehrheit ist für strengere Corona-Maßnahmen

13:15
10.12.2020
Fast jeder zweite Deutsche ist für strengere Regeln im Kampf gegen das Coronavirus. Obwohl die Regelungen zuletzt weiter verschärft wurden, sind 49 Prozent der Meinung, die Maßnahmen müssten „härter ausfallen“. Das sind 18 Prozentpunkte mehr als noch vor zwei Wochen, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten ZDF-„Politbarometer“ hervorgeht. 13 Prozent halten die Vorschriften demnach aktuell für „übertrieben“, 35 Prozent finden sie „gerade richtig“.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Mittwoch im Bundestag eindringlich für strengere Corona-Maßnahmen geworben. Sie bekannte sich ausdrücklich zu den Vorschlägen der Leopoldina. Die Nationale Wissenschaftsakademie hatte gefordert, Weihnachten und den Jahreswechsel für einen harten Lockdown zu nutzen. Zudem sollten Kinder schon ab dem 14. Dezember nicht mehr zur Schule gehen müssen.

Max Seidenfaden

Wissenschaftsbarometer zeigt Skepsis an Corona-Forschung

13:03
10.12.2020
Für rund jeden siebten Bundesbürger (15 Prozent) gibt es nach einer repräsentativen Umfrage keine eindeutigen Beweise für die Existenz des Coronavirus. Das ist ein Ergebnis des Wissenschaftsbarometers, das seit 2014 die Einstellung der Bevölkerung gegenüber Wissenschaft und Forschung beleuchtet. Fast 40 Prozent der Befragten gehen darüberhinaus davon aus, dass Wissenschaftler der Bevölkerung nicht alles sagen, was sie über das Coronavirus wissen, und dass es wichtig ist, Informationen dazu auch von außerhalb der Wissenschaft zu beziehen.

Für das Barometer wurden rund 1000 Erwachsene zwischen dem 3. und 9. November am Telefon befragt. „Beunruhigend ist aus unserer Sicht die relativ hohe Anzahl an Unentschiedenen und Zweifelnden“, sagte Dorothee Menhart, Sprecherin der gemeinnützigen Initiative Wissenschaft im Dialog. „Dies zeigt, dass sich die Wissenschaft noch stärker bemühen muss, auch mit denjenigen ins Gespräch zu kommen, die unsicher sind.“

Max Seidenfaden