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20201209194802

Merkel warnt vor wirtschaftlicher Kräfteverschiebung durch Krise

18:15
09.12.2020
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor einer weltweiten wirtschaftlichen Kräfteverschiebung durch die Corona-Krise gewarnt. Die Pandemie könne die Kräfteverhältnisse ökonomisch neu ordnen, sagte Merkel am Mittwoch im Bundestag. Sie verwies darauf, dass die chinesische Wirtschaft in diesem Jahr laut Prognosen wachsen werde, die Volkswirtschaften in den USA oder Deutschland dagegen schrumpfen. Der Wirtschaftseinbruch in Deutschland sei allerdings geringer als etwa in Großbritannien oder in Frankreich.

Deutschland müsse alles dafür tun, damit der Weg der Erholung nach dem Wirtschaftseinbruch im zweiten Quartal fortgesetzt werden könne. Im dritten Quartal war die deutsche Wirtschaft überraschend stark gewachsen. Es komme darauf an, dass Deutschland zu den Ländern zähle, welche die Krise erfolgreich bewältige, sagte Merkel. Sie sprach in diesem Zusammenhang mit Blick auf China von einem „weltweiten Systemwettbewerb“.

Max Seidenfaden

Aus für die "Weihnachtsinseln" in Lüneburg

16:54
09.12.2020
Lüneburg schließt sich der härteren Gangart gegen die Corona-Pandemie an und lässt die Weihnachtsinseln zum Wochenende abbauen. „Es tut mir leid, dass wir nach intensiven Versuchen dieses Angebot auf die Beine zu stellen und am Leben zu erhalten, jetzt diesen Schnitt machen müssen. Aber es ist besser so“, sagte Oberbürgermeister Ulrich Mädge am Mittwoch. „Wir müssen die Lage täglich neu beurteilen, und wenn ich höre und sehe, wie auf Bundesebene und in Nachbarländern immer mehr zurückgefahren wird, möchte ich unser Angebot für Lüneburg nicht länger aufrechterhalten.“ Zuvor war bereits der freie Verkauf von Glühwein verboten worden, weil der Andrang zu groß geworden war.

Am Gassenzauber mit der besonderen Beleuchtung, einem Adventskalender in der Geschäften und finanziellen Anreizen für Fahrradfahrer will die Hansestadt festhalten. Bis Freitagabend dürfen die Schausteller längstens bleiben. „Wir haben diese Aktion aus dem Gedanken heraus gestartet, denen zu helfen, die bei dem Lockdown um ihre Existenzen bangen, vor allem kleinere Einzelhändler, aber auch Schausteller. Bund und Land müssen jetzt konsequent diese Branchen so unterstützen wie sie es mit der Gastronomie tun. Warme Worte genügen nicht“, sagte Mädge. Die Verzehrzonen und Bänke in der Innenstadt, wo ohne Maske getrunken und gegessen werden darf, sollen stehenbleiben.

Michael Rabba