Schluss mit Cornern: Zwei Wochen vor Weihnachten können die Menschen in Hamburg keinen Glühwein mehr „to go“ kaufen: Seit Mittwoch gilt ein stadtweites Verkaufsverbot für offene Alkoholika. „Wir haben vermehrt festgestellt, dass sich Leute zum Glühwein-Cornern getroffen haben. Das Verbot soll verhindern, dass Kontaktbeschränkungen unterlaufen werden“, sagte eine Sprecherin der Gesundheitsbehörde der Deutschen Presse-Agentur. Demnach ist der Verkauf und die Abgabe von alkoholischen Getränken, die zum unmittelbaren Verzehr bestimmt sind, untersagt.
Viele Hamburger Bar- und Restaurantbesitzer haben in den letzten Tagen in den Glühweinverkauf investiert, wie Niklaus Kaiser von Rosenburg vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) sagte. Im Teil-Lockdown hätten sich die Gastronomen so etwas dazuverdienen können. „Dass sie jetzt auf dem gekauften Glühwein sitzen bleiben, verschärft die existenzbedrohende Lage Hamburger Gastronomen weiter“, betonte Kaiser von Rosenburg.
„Die Infektionszahlen lassen uns keine andere Möglichkeit“, entgegnete eine Sprecherin der Wirtschaftsbehörde. Zustimmung gibt es dabei auch von der größten Oppositionspartei in der Hamburger Bürgerschaft. „Würden sich alle an die bereits geltenden Abstands- und Hygieneregeln halten, könnte man auf härtere Regelungen durchaus verzichten“, sagte Stephan Gamm (CDU).