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Kein Glühwein "to go" mehr in Hamburg

16:23
09.12.2020
Schluss mit Cornern: Zwei Wochen vor Weihnachten können die Menschen in Hamburg keinen Glühwein mehr „to go“ kaufen: Seit Mittwoch gilt ein stadtweites Verkaufsverbot für offene Alkoholika. „Wir haben vermehrt festgestellt, dass sich Leute zum Glühwein-Cornern getroffen haben. Das Verbot soll verhindern, dass Kontaktbeschränkungen unterlaufen werden“, sagte eine Sprecherin der Gesundheitsbehörde der Deutschen Presse-Agentur. Demnach ist der Verkauf und die Abgabe von alkoholischen Getränken, die zum unmittelbaren Verzehr bestimmt sind, untersagt.

Viele Hamburger Bar- und Restaurantbesitzer haben in den letzten Tagen in den Glühweinverkauf investiert, wie Niklaus Kaiser von Rosenburg vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) sagte. Im Teil-Lockdown hätten sich die Gastronomen so etwas dazuverdienen können. „Dass sie jetzt auf dem gekauften Glühwein sitzen bleiben, verschärft die existenzbedrohende Lage Hamburger Gastronomen weiter“, betonte Kaiser von Rosenburg.

„Die Infektionszahlen lassen uns keine andere Möglichkeit“, entgegnete eine Sprecherin der Wirtschaftsbehörde. Zustimmung gibt es dabei auch von der größten Oppositionspartei in der Hamburger Bürgerschaft. „Würden sich alle an die bereits geltenden Abstands- und Hygieneregeln halten, könnte man auf härtere Regelungen durchaus verzichten“, sagte Stephan Gamm (CDU).

Michael Rabba

Litauen meldet erstmals mehr als 3000 Corona-Neuinfektionen

15:22
09.12.2020
 In Litauen steigen trotz strenger Corona-Maßnahmen die Infektionszahlen weiter drastisch an. In dem baltischen EU-Land wurden am Mittwoch mit 3128 Fällen erstmals mehr als 3000 festgestellte Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Insgesamt wurden in dem Drei-Millionen-Einwohner-Land damit seit Beginn der Pandemie mehr als 80 000 Menschen positiv auf Corona getestet. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit Corona stieg nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Vilnius um 31 auf 704 - nach einem Höchstwert von 36 am Vortag.

Litauen registriert seit dem Herbst einen rapiden Anstieg der Zahl an Neuinfektionen. Nach Angaben der EU-Behörde ECDC weist der Baltenstaat inzwischen eine der höchsten Infektionsraten in Europa auf. Die Regierung in Vilnius hatte angesichts der Entwicklung im November einen Teil-Lockdown verhängt und die strikten Corona-Regeln zuletzt weiter verschärft. Trotz der Beschränkungen hat sich aber noch keine echte Kehrtwende bei den Neuinfektionen eingestellt.

Sarah Haferkamp

Emirate lassen chinesischen Corona-Impfstoff zu

13:55
09.12.2020
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben einen Corona-Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinopharm für die breite Verwendung in der Bevölkerung zugelassen. In der entscheidenden dritten Studienphase habe sich für den Impfstoff eine Wirksamkeit von 86 Prozent ergeben, teilte das emiratische Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Die Zulassung sei ein „großer Schritt im Kampf gegen die Pandemie“ und ein „erheblicher Vertrauensbeweis“ mit Blick auf das Vakzin, erklärte das Ministerium der Staatsagentur WAM zufolge.

Der Impfstoff war zuvor bereits für den Gebrauch bei Mitarbeitern im Gesundheitswesen zugelassen. Auch ranghohe Regierungsvertreter waren damit geimpft worden, etwa Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktum, Vizepräsident der Emirate und Emir von Dubai, sowie Außenminister Abdullah bin Said.

Max Seidenfaden