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20201203121742

Krankschreibung per Telefon bei Erkältungen bis Ende März möglich

11:45
03.12.2020
Angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen können sich Patienten mit leichten Erkältungsbeschwerden bis ins neue Jahr hinein auch ohne Praxisbesuch telefonisch krankschreiben lassen. Die Sonderregelung wird bis 31. März 2021 verlängert, wie der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken am Donnerstag beschloss. Dies soll Kontakte und Infektionsrisiken reduzieren. Ärzte und Ärztinnen müssten sich aber „durch eine eingehende telefonische Befragung“ persönlich vom gesundheitlichen Zustand überzeugen und prüfen, ob doch eine körperliche Untersuchung nötig sein könnte.

Die telefonischen Krankschreibungen sind bis zu sieben Tage möglich und können telefonisch für weitere sieben Kalendertage verlängert werden. Die Sonderregelung war bisher bis Jahresende befristet gewesen.

Sarah Haferkamp

Geschäftsreisen werden zu Corona-Zeiten wieder mehr zur Männersache

11:40
03.12.2020
Die Corona-Pandemie hat nicht nur die Zahl der Geschäftsreisen deutlich gedrückt: Laut einer Auswertung des Zahlungsdienstleisters AirPlus International sind anteilig auch viel weniger Frauen geschäftlich unterwegs als vor der Krise. Ihr Anteil an allen Geschäftsreisenden ging auf dem deutschen Markt von 18,6 Prozent im Januar auf 12,1 Prozent im Oktober zurück, wie die Lufthansa-Tochter am Donnerstag berichtete. Diese Entwicklung sei auch in anderen europäischen Ländern mit Ausnahme von Frankreich zu beobachten.

Bestimmte Berufsgruppen reisten auch unter Pandemie-Bedingungen stärker als andere, weil ihre Präsenz vor Ort zwingend sei, erklärte AirPlus-Marketingleiterin Yaël Klein. Dazu gehörten beispielsweise Monteure und Ingenieure im Außendienst, unter denen seltener Frauen zu finden seien. Zudem werde in bestimmten Branchen wie der Energieversorgung mehr gereist als beispielsweise bei Software. Klein nannte es zudem „offenkundig“, dass Frauen häufiger zu Hause blieben, um das Familienleben und die Kinderbetreuung während der Pandemie aufrechtzuerhalten. Es sei eine Rückkehr zu tradierten Mustern zu erkennen.

Sarah Haferkamp

Verlängerter Teil-Lockdown verschärft Situation für Tourismusbetriebe

10:56
03.12.2020
Nach dem von Bund und Ländern verlängerten Teil-Lockdown erwarten Tourismusverbände an der Nordseeküste, dass sich die wirtschaftliche Lage für viele Restaurants, Hotels und Servicebetriebe weiter verschlechtert. In jeder weiteren Woche, in der Betriebe schließen müssten, verschärfe sich die Situation, sagte die Sprecherin der Ostfriesland Tourismus GmbH, Wiebke Leverenz, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Zwar seien nach der aktuellen Verordnung für Besuche von Verwandten und engen Freunden zu Weihnachten und zum Jahreswechsel Übernachtungen erlaubt, für viele Betriebe lohne sich ein kurzes Hochfahren wirtschaftlich aber kaum, sagte Leverenz.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten am Mittwoch beschlossen, den wegen der Corona-Pandemie verhängten Teil-Lockdown mit geschlossenen Restaurants, Museen, Theatern und Freizeiteinrichtungen bis zum 10. Januar zu verlängern. Damit sollen die aktuellen Kontaktbeschränkungen mit Ausnahme der für die Feiertage angekündigten Lockerungen nun bis ins neue Jahr gelten.

Dass verstärkt Tagestouristen etwa zum Jahreswechsel an die Küsten kommen werden, erwarten die Tourismusverbände nicht. Grund sei, dass viele Geschäfte und Lokale ohnehin geschlossen hätten, sagte der Sprecher der Tourismus-Organisation Die Nordsee GmbH, Jonas Hinrichs. Aber auch das wenige Tageslicht Ende Dezember mache einen Tagesausflug - etwa für einen Spaziergang - an die Küste wohl wenig attraktiv.

Sarah Haferkamp