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20201130090745

Corona-Krise dämpft Anstieg der Tarifverdienste

08:16
30.11.2020
Die Corona-Krise und die Lohnzurückhaltung von Gewerkschaften haben den Anstieg der Tarifverdienste kräftig gedämpft. Im dritten Quartal kletterten sie um 1,2 Prozent zum Vorjahresquartal, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Das sei der geringste Anstieg der Tarifverdienste seit dem zweiten Quartal 2011. Berücksichtigt wurden tarifliche Grundvergütungen und in Tarifabschlüssen festgelegte Sonderzahlungen wie Einmalzahlungen, Jahressonderzahlungen oder tarifliche Nachzahlungen.

Obwohl die Tarifverdienste nur wenig zulegten, hatten die betroffenen Arbeitnehmer real mehr Geld in der Tasche: Im dritten Quartal sanken die Verbraucherpreise zugleich um 0,1 Prozent. Der große Einsatz von Kurzarbeit in der Pandemie habe indes keinen Einfluss auf die Tarifindizes, betonten die Statistiker. Änderungen der tatsächlich bezahlten Arbeitszeit fließen in den Tarifindex nicht ein.

Patricia Friedek

Salzgitter geht Sonderweg bei Schulen

08:10
30.11.2020
Der Vizepräsident des Niedersächsischen Städtetages, Frank Klingebiel, fordert wegen der hohen Infektionsgefahr in der Corona-Pandemie einen flächendeckenden Wechselbetrieb der Schulen. In Abweichung von der Landeslinie habe er für die Schulen in Salzgitter weiter Wechselbetrieb bis zu den Weihnachtsferien ab 18. Dezember angeordnet. Das sagte der CDU-Oberbürgermeister der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ vom Montag.

Beim Wechselbetrieb werden die Klassen geteilt, jeweils die Hälfte der Schülerinnen und Schüler lernt zuhause. Das Kultusministerium will den Präsenzunterricht aller Schüler möglichst aufrechterhalten.

„Ich halte die stereotypen Aussagen unseres Kultusministers Grant Hendrik Tonne (SPD) über angeblich pandemiefeste Schulen für Durchhalteparolen, die mehr vom Wunsch als von der Realität geleitet werden", sagte OB Klingebiel.

Max Seidenfaden