Für weitere Corona-Schutzmaßnahmen setzt der SPD-Politiker Ralf Stegner auf regionale Differenzierungen nach einem bundeseinheitlichen Maßstab. Dieser sollte nicht bedeuten, dass überall das Gleiche gilt, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende im Kieler Landtag. „Aber überall gilt der gleiche Maßstab.“ Abhängig von den Infektionszahlen könnten abgestufte Maßnahmen greifen. Auf ein solches Verfahren sollten sich Bund und Länder in den anstehenden Beratungen verständigen, sagte Stegner. Die Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wollen am Mittwoch ein Maßnahmenpaket beschließen.
„Wir brauchen einen transparenten und nachvollziehbaren Maßnahmenkatalog“, erläuterte Stegner. „Bei einer Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gilt dies, bei 70 das und bei 100 jenes.“ Die Menschen hätten verstanden, dass die Gesundheitsämter bei einer Inzidenz von 50 die Kontaktnachverfolgung noch gewährleisten können. Es wäre falsch, eine Region mit 30er-Inzidenz genau so zu behandeln wie eine mit 200. Dies sei auch eine Frage der Akzeptanz einschränkender Maßnahmen. Schleswig-Holstein hat mit Mecklenburg-Vorpommern und Sachchen-Anhalt die niedrigsten Infektionszahlen in Deutschland.