Letztes Update:
20201122105110

Startenor Jonas Kaufmann gewinnt Corona-Krise auch Positives ab

10:51
22.11.2020
Auf die Stimme von Startenor Jonas Kaufmann hat sich die Corona-Pandemie nach seinen eigenen Worten positiv ausgewirkt. „Interessanterweise hört sie sich durch Corona wieder ausgeruht und frischer an“, sagte Kaufmann (51) der „Welt am Sonntag“. „Die Pause ist wie eine Verjüngungskur. Meine Stimme ist heller, strahlfähiger geworden.“

Die Pandemie habe seine rastlose Karriere ausgebremst, die Zeit habe er zur Reflexion genutzt: „Muss ich alles, wirklich alles jetzt machen, oder gibt es vielleicht Rollen, die ich auch noch später gemütlich singen kann?“ Sein neues Zauberwort heiße Spontaneität, so der Tenor.

Anna Zacharias

Umfrage: Angst vor einsamen Corona-Weihnachten geht um

10:29
22.11.2020
Die Corona-Krise beeinflusst auch die Sorgen der Bevölkerung mit Blick auf Weihnachten. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) unter rund 1000 Menschen in Deutschland. Mehr als die Hälfte der von Forsa Befragten (54 Prozent) bedrückt die Angst, dass ein Familienmitglied die Feiertage im Bett oder gar in einer Klinik verbringen muss - sei es wegen Covid-19 oder einer anderen Krankheit.

41 Prozent befürchten, das Fest wegen der Pandemie im kleinen Kreis oder sogar allein feiern zu müssen. Fast jeder Vierte (23 Prozent) sorgt sich, über die Feiertage nicht verreisen zu können. 2018 fühlte sich rund jeder Vierte gestresst von digitalen Weihnachtswünschen, Bildern und Videos, die per WhatsApp & Co. geteilt wurden, im Corona-Jahr sind es nur noch 15 Prozent. „Nicht verwunderlich, denn digitale Kommunikation ist derzeit häufig die einzige Möglichkeit, in Kontakt zu bleiben“, so die KKH.

Der Andrang in den Innenstädten belastete 2018 fast die Hälfte, Anfang November 2020 nur noch knapp ein Drittel der Befragten - heute wohl eher aus Angst, sich anzustecken. In manchen Punkten werden die Menschen in Corona-Zeiten offenbar gelassener: Von der Essensplanung und dem Anspruch auf ein perfektes Fest fühlen sich nur noch 10 Prozent unter Druck gesetzt (2018: 17 Prozent). Auch wenn es noch keine politischen Entscheidungen gibt, sind die Befragten mit Blick auf Silvester pessimistisch. 56 Prozent befürchten, wegen Corona auf das gemeinsame Anstoßen mit Verwandten und Freunden verzichten zu müssen. 

Anna Zacharias

Lieber jetzt einen längeren Lockdown
als eine komplette Ausgangsbeschränkung
über Weihnachten.
Markus Söder, Bayerns Ministerpräsident (CSU) 08:43
22.11.2020

Alles deutet auf eine Verlängerung des Teil-Lockdowns hin

08:41
22.11.2020
Es ist ein arbeitsreiches Wochenende für die Staatskanzleichefs der Länder: Gleich mehrfach schalten sie sich in unterschiedlichen Runden zusammen, um über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie zu beraten. Am Montag wollen ihre Chefs die Vorlage der Länder für die Beratungen am Mittwoch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) festzurren. Und eines zeichnet sich seit Tagen schon ab: Eine Verlängerung des Teil-Lockdowns ist höchstwahrscheinlich. Bundes- ebenso wie Landespolitiker sehen keinen anderen Weg, Christdemokraten ebenso wie Sozialdemokraten.

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) sagte der „Bild am Sonntag“ („BamS“): „Alles spricht dafür, dass die aktuellen Beschränkungen über den 30. November hinaus noch eine Zeit lang fortgesetzt werden müssen.“ Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte der Zeitung: „Um ein schönes Weihnachten verbringen zu können, müssen wir den Lockdown verlängern und sicher auch vertiefen.“ Der CSU-Chef fügte hinzu: „Mindestens so lange, bis wir wieder den Inzidenzwert von 50 erreicht haben.“

Die Unionsländer dringen daher auf eine Verlängerung der Corona-Beschränkungen bis mindestens Weihnachten, wie „Bild“ (Online) aus einer Vorbesprechung der unionsgeführten Bundesländer vor dem anstehenden Bund-Länder-Treffen berichtet. 

Gemeint sind 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Dieser Wert war bereits bei Erlass der verschärften Beschränkungen Anfang November als Zielmarke genannt worden, denn dann wird angenommen, dass das Gesundheitssystem nicht dauerhaft überlastet wird. Derzeit liegt der Wert bei rund 140.

Söder sagte: „Wenn wir jetzt auf diesem hohen Niveau der Infektionszahlen den Lockdown abbrechen und die Geduld verlieren, dann geht alles wieder von vorne los und wir landen am Ende bei noch härteren Maßnahmen als jetzt in Tschechien oder Österreich.“ Und: „Lieber jetzt einen längeren Lockdown als eine komplette Ausgangsbeschränkung über Weihnachten.“

Die Unionsländer dringen auf eine Verlängerung der Corona-Beschränkungen bis mindestens Weihnachten, wie „Bild“ (Online) aus einer Vorbesprechung der unionsgeführten Bundesländer vor dem anstehenden Bund-Länder-Treffen berichtet. 

Anna Zacharias