Letztes Update:
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Das war am Sonnabend, 21. November, wichtig

21:00
21.11.2020
Bremen und Niedersachsen:
  • Die Zahl der neuen Corona-Infektionen in Niedersachsen steigt weiter deutlich an. Am Samstag registrierte das Landesgesundheitsamt 1225 mehr Fälle als am Vortag. Landesweit wurden bislang 62 532 Infektionen mit dem Coronavirus labordiagnostisch bestätigt und gemeldet. Nach einer Infektion gestorben sind bislang 1003 Personen.  
  • Die meisten Infektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen verzeichnete der Landkreis Cloppenburg mit 280,6, gefolgt vom Kreis Vechta (256,3) und dem Landkreis Osnabrück (254,1).
  • In Hannover haben rund 900 Gegner der Corona-Maßnahmen demonstriert. Auch rund 300 Gegendemonstranten hatten sich eingefunden, die Polizei hielt die Gruppen auseinander. Eine geplante Demo in Leipzig wurde spontan doch noch verboten. 

Deutschland und die Welt:
  •  EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat beim G20-Gipfel der führenden Wirtschaftsnationen eine stärkere finanzielle Unterstützung der globalen Initiative zur Bewältigung der Corona-Pandemie gefordert. Von der Leyen rief nach eigenen Angaben am Sonnabend in ihrem Redebeitrag dazu auf, bis Jahresende weitere 4,5 Milliarden US-Dollar (3,8 Milliarden Euro) für die Koordinationsplattform ACT Accelerator bereitzustellen. Es gehe darum, weltweit Corona-Tests, Behandlungen und Impfungen zu ermöglichen. „Wir müssen globale Solidarität zeigen.“
  • Im Zentrum des zweitägigen Gipfels steht das Vorgehen gegen die Corona-Pandemie. Der saudische König Salman mahnte als Gastgeber ein gemeinsames Vorgehen der G20 an. Teilnehmer forderten, Impfstoffe nach der Zulassung gerecht zu verteilen. Es ist zu erwarten, dass sich dieser Punkt in der Abschlusserklärung wiederfindet.

Anna Zacharias

Altmaier: Wir brauchen mutige Entscheidungen

18:35
21.11.2020
Kurz vor den nächsten Bund-Länder-Beratungen über die Corona-Pandemie hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier vor einer abermaligen Vertagung von Entscheidungen gewarnt. „Wir brauchen mutige Entscheidungen jetzt, die Wirtschaft und alle Beteiligten wollen Klarheit“, sagte der CDU-Politiker im „Interview der Woche“ des Deutschlandfunks.

Ziel müsse es sein, ein Weihnachtsfest zu feiern, das diesem Anspruch nahekommt, wenn auch in bescheidenem Rahmen. Das aber sei nur zu schaffen, wenn die Corona-Infektionszahlen in den nächsten Wochen nachhaltig gesenkt würden, „und das bedeutet, dass wir uns eine weitere Vertagung einfach nicht leisten können“.

Am Mittwoch wollen die Länderchefs zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer Schalte über das weitere Vorgehen entscheiden. Am vergangenen Montag hatte die Runde zunächst keine weiteren Verschärfungen der Corona-Maßnahmen vereinbart. Seit Anfang November sind deutschlandweit alle Freizeit- und Kulturangebote auf Eis gelegt, Bars, Cafés und Restaurants sind geschlossen. Der Teil-Lockdown war zunächst bis Ende des Monats befristet worden.

Anna Zacharias