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Polen lockert Schutzmaßnahmen für den Einzelhandel

17:35
21.11.2020
Polen lockert in der Vorweihnachtszeit die Corona-Schutzmaßnahmen für den Einzelhandel. Unter Einhaltung strengster Hygieneauflagen dürften Geschäfte in Einkaufszentren vom 28. November an wieder öffnen, sagte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Samstag in Warschau. Am 4. und 17. Dezember soll es außerdem zwei verkaufsoffene Sonntage geben. Es gehe um die Rettung von Millionen von Arbeitsplätzen, sagte Morawiecki. Anfang November hatte die Regierung die Schließung aller Geschäfte in Einkaufszentren verfügt - Ausnahmen galten für Lebensmittelläden, Drogerien und Apotheken.

Restaurants, Bars sowie Fitnessstudios und Kultureinrichtungen bleiben bis nach Weihnachten geschlossen. Der landesweite Fernunterricht an allen Schulen wird bis zu den Feiertagen verlängert. Außerdem werden die Winterferien, die bislang ähnlich wie in Deutschland regional unterschiedlich verteilt waren, landesweit einheitlich für die Zeit vom 4. bis 17. Januar angesetzt.

Morawiecki appellierte an die Menschen, das Weihnachtsfest nur im engsten Familienkreis zu feiern und Reisen zu vermeiden. „Vor uns liegen hundert Tage der Solidarität“, sagte der Regierungschef. Solange müssten die Bürger Disziplin zeigen und mit den Einschränkungen leben. Danach werde voraussichtlich der Impfstoff gegen das Virus verfügbar sein.

In Polen hatte sich die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen zuletzt stabilisiert. Das Gesundheitsministerium in Warschau vermeldete am Samstag 24 213 positive Tests binnen 24 Stunden. Am stärksten betroffen war dabei die Region um die Hauptstadt Warschau mit mehr als 3086 neuen Fällen. Im gleichen Zeitraum starben in Polen 574 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Das Land hat rund 38 Millionen Einwohner. Deutschland hat Polen als Risikogebiet eingestuft. 

Anna Zacharias

Von der Leyen fordert bei G20-Gipfel mehr Geld für Kampf gegen Corona

16:35
21.11.2020
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat beim G20-Gipfel der führenden Wirtschaftsnationen eine stärkere finanzielle Unterstützung der globalen Initiative zur Bewältigung der Corona-Pandemie gefordert. Von der Leyen rief nach eigenen Angaben am Sonnabend in ihrem Redebeitrag dazu auf, bis Jahresende weitere 4,5 Milliarden US-Dollar (3,8 Milliarden Euro) für die Koordinationsplattform ACT Accelerator bereitzustellen. Es gehe darum, weltweit Corona-Tests, Behandlungen und Impfungen zu ermöglichen. „Wir müssen globale Solidarität zeigen.“

Von der Leyen wies in der Videoschalte mit den Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten zudem darauf hin, dass sie im kommenden Jahr mit dem italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte einen Weltgesundheitsgipfel organisieren wolle. Er werde Teil der italienischen G20-Präsidentschaft sein. „Wir werden die Lehren aus der Krise diskutieren, um die Menschheit künftig besser vor Pandemien zu schützen“, erklärte von der Leyen.

Anna Zacharias