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20201117150554

Mehr als 165 000 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden in USA

13:25
17.11.2020
Die USA haben mehr als 165 000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages verzeichnet. Am Montag meldeten die Behörden 166 045 neue Fälle, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore vom Dienstagmorgen (MEZ) hervorging. Der bislang höchste Wert war am Freitag registriert worden, als mehr als 177 000 Fälle gemeldet wurden. Die Zahl der Toten binnen 24 Stunden lag bei 995.

Insgesamt haben sich in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 11,2 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Rund 247 000 Menschen starben bislang - mehr als in jedem anderen Land der Welt. Umgerechnet auf die Bevölkerungszahl liegen die USA mit gut 75 Toten pro 100 000 Einwohner laut JHU weltweit auf dem 13. Platz.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden Zahlen - unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden - nachträglich korrigiert. Dies gilt auch für die Zahl vom vergangenen Freitag, die zunächst mit mehr als 184 500 angegeben worden war.

Sarah Haferkamp

Ärztechefin Teichert zu Corona-Gipfel: „Uns läuft die Zeit davon.“

12:33
17.11.2020
Der Bundesverband der Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst dringt nach den Corona-Beratungen von Bund und Ländern auf verpflichtende Regelungen. Mit Blick auf die Ergebnisse des Gipfels sagte die Verbandsvorsitzende Ute Teichert am Dienstagmorgen im Interview mit WDR2: „Den Gesundheitsämtern steht das Wasser bis zum Hals, wir schaffen es nicht mehr, die Kontaktpersonen nachzuverfolgen. Von daher wären einheitliche Beschlüsse für uns sehr hilfreich gewesen.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Montag bis zum Abend mit den Ministerpräsidenten der Länder über die weiteren Schritte im Kampf gegen die Pandemie beraten. Herausgekommen waren eindringliche Appelle, aber zunächst keine Beschlüsse.

Auch im Gespräch mit der „Rheinischen Post“ (Dienstag) wies die Verbandsvorsitzende Teichert auf den aus ihrer Sicht dringenden Handlungsbedarf hin: „Ich würde mir wünschen, dass es zu schnellen und einheitlichen Beschlüssen bei den Kontaktbeschränkungen kommt. Wenn Appelle nicht ausreichen, dann muss es einheitliche verpflichtende Regelungen zur Kontaktreduzierung geben. Uns läuft die Zeit davon“, sagte Teichert der Zeitung. Die Infizierten-Zahlen seien nach wie vor „deutlich zu hoch“, die Gesundheitsämter kämen nicht hinterher. „Eine flächendeckende Aufstockung des dortigen Fachpersonals hat es bislang auch noch nicht gegeben“, kritisierte Teichert.

Auch für die Schulen hält die Medizinerin einheitliche Regeln „wie etwa eine allgemeine Maskenpflicht“ für sinnvoll. „Die vielen unterschiedlichen Konzepte verunsichern die Menschen“, sagte sie.

Sarah Haferkamp