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Schulen sollen in Corona-Krise rund 5000 Hilfskräfte einstellen

12:53
17.11.2020
In der Corona-Krise können Niedersachsens Schulen bis zu 5000 Hilfskräfte zur Entlastung einstellen, darunter auch Studenten. Jede Schule in Niedersachsen soll damit mindestens eine Entlastungskraft erhalten, kleine Schulen werden bevorzugt, kündigte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Dienstag in Hannover an. Die Helfer sollen ab Anfang Dezember für eine halbes Jahr auf 450-Euro-Basis eingestellt werden. Die Maßnahme ist Teil eines 45-Millionen-Euro-Hilfspakets für die Schulen, zu dem sich die Landesregierung nach anhaltender Kritik am Corona-Kurs an den Schulen entschlossen hat.

Die Hilfskräfte sollen zum einen die regulären Lehrkräfte etwa bei der Pausenaufsicht, der Beaufsichtigung von Kleingruppen sowie bei anderen Tätigkeiten abseits des Unterrichts entlasten, sagte Tonne. Lehramtsstudenten sollen im Unterricht helfen, beispielsweise dort, wo die festen Lehrerinnen und Lehrer zu Risikogruppen gehören und selber nicht unterrichten können. „Die Schulen sind keine Orte der Infektionsverbreitung“, betonte Tonne. „Ein landesweiter und grundsätzlicher Wechsel ins Szenario B ist nicht das, wovon wir ausgehen.“ Im Szenario B findet der Unterricht in geteilten Klassen abwechseln in der Schule und als Homeschooling statt.

Die Millionen-Unterstützung soll auch der Beschaffung von Schutzausrüstung für die Schulen dienen. Daei geht es um FFP2-Masken zum Eigenschutz der Lehrkräfte, um Luftfilteranlagen sowie um Plexiglasschutzwände.

Sarah Haferkamp

Zahl der Corona-Patienten in niedersächsischen Kliniken steigt stark an

12:20
17.11.2020
Die Zahl der Corona-Patienten in Kliniken ist in Niedersachsen binnen eines Tages von 898 auf 972 angestiegen. 210 der Erkrankten müssten auf der Intensivstation behandelt und 125 davon künstlich beatmet werden, teilte das Sozialministerium am Dienstag in Hannover mit. Die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen betrug demnach 944, am Dienstag der Vorwoche waren es noch 1163. Binnen 24 Stunden stieg die Zahl der Corona-Toten in Niedersachsen um 19 auf insgesamt 927 seit Beginn der Epidemie.

Die höchste Zahl nachgewiesener Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen - gerechnet auf 100 000 Einwohner - gibt es derzeit im Kreis Vechta (230,4), gefolgt von den Kreisen Osnabrück (224,5) und Cloppenburg (205,6). Vergleichsweise schwach ist die Verbreitung der Corona-Epidemie weiterhin im Landkreis Holzminden (27,0), der Stadt Wilhelmshaven (31,5) sowie in den Kreisen Goslar (32,3) und Lüchow-Dannenberg. Nur noch 7 der 45 Kreise und kreisfreien Städte in Niedersachsen gelten derzeit nicht als Hotspot mit einer Inzidenz von weniger als 50.

Sarah Haferkamp