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20201117122102

Corona-Erkrankung dritthäufigste Todesursache in Schweden

11:56
17.11.2020
In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sind rund zehn Prozent der Sterbefälle in Schweden auf Covid-19 zurückzuführen. Damit war die durch das Corona-Virus ausgelöste Krankheit die dritthäufigste Todesursache, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung der Obersten Sozialbehörde des Landes. Im ersten Halbjahr 2020 waren rund 51 500 Menschen in Schweden gestorben, 14 000 davon an Herz- und Kreislauferkrankungen, 11 600 an Tumoren und 5500 an Covid-19.

Die Krankheit habe dazu beigetragen, dass die Sterblichkeit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei Frauen um 10 Prozent und bei Männern um 14 Prozent gestiegen sei, hieß es weiter. Im April sei Covid-19 sogar die häufigste Todesursache gewesen.

Schweden hat im Vergleich zu den anderen nordischen Ländern recht viele Sterbefälle durch die Pandemie zu verzeichnen. Schweden war eines von wenigen Ländern, die zu Beginn der Pandemie das öffentliche Leben weitgehend uneingeschränkt ließen. Es gab vergleichsweise viele Infektionen.

Bis zum Dienstag waren mehr als 6000 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Nachdem die Zahlen im Sommer deutlich zurückgegangen waren, sind sie nun im Herbst wieder angestiegen.

Sarah Haferkamp

Rekord an Corona-Neuinfektionen im Gazastreifen

11:55
17.11.2020
 Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist im Gazastreifen auf einen Rekordwert geklettert. Binnen 24 Stunden wurden 486 Fälle gemeldet, wie das Gesundheitsministerium in dem von der islamistischen Hamas beherrschten Gebiet am Dienstag mitteilte. So viele Fälle an einem Tag hat es in dem Küstengebiet in der Corona-Pandemie noch nicht gegeben - der bisherige Rekord lag bei 453. Insgesamt wurden 2412 Tests gemacht, jeder fünfte Test fiel somit positiv aus. Insgesamt registrierten die Behörden im Gazastreifen bislang 11 471 Infizierte.

Die Pandemie verlief dort zunächst glimpflich. In den vergangenen Wochen stieg aber die Zahl der Fälle. 

Sarah Haferkamp

Umweltamt mahnt Lüften an: Luftfilter in Klassenzimmern reichen nicht

10:47
17.11.2020
In der Debatte um das Corona-Risiko an Schulen warnt das Umweltbundesamt davor, zu sehr auf mobile Luftreiniger zu setzen. Ihr Einsatz in Klassenzimmern sei kein Ersatz für das Lüften, weil sie nicht für die notwendige Zufuhr von Außenluft sorgten, teilte die Behörde am Dienstag mit. Es gebe Fälle, in denen Luftreiniger das Lüften „sinnvoll ergänzen“ könnten, wie Erkenntnisse der Kommission für Innenraumlufthygiene am Umweltbundesamt zeigten - nämlich dort, wo Fenster nicht ausreichend geöffnet werden könnten und auch keine Zu- und Abluftsysteme in Frage kämen. Luftreiniger könnten aber nicht alle Verunreinigungen aus der Raumluft entfernen.

Fürs richtige Lüften empfahl das Umweltbundesamt erneut, alle 20 Minuten für etwa drei bis fünf Minuten die Fenster weit zu öffnen und sie in den Unterrichtspausen durchgehend offen zu halten. Räume, die nicht über Fenster oder eine Lüftungsanlage mit Zufuhr von Außenluft gelüftet werden können, sind demnach für den Unterricht nicht geeignet. Auch sachgemäßes Lüften schütze aber nicht vor einer Ansteckung über direkten Kontakt oder Tröpfcheninfektion auf kurzer Distanz. Abstand zu Anderen, regelmäßiges Händewaschen und das Tragen von Alltagsmasken seien daher auch in gelüfteten Räumen wichtig.

Sarah Haferkamp