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20201112070628

Hausärzte spüren viele Auswirkungen der Corona-Krise

05:51
12.11.2020
Die Belastung in den niedersächsischen Hausarztpraxen ist in den vergangenen Monaten gestiegen. Das Arbeitsaufkommen sei riesig, sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbandes Niedersachsen, Matthias Berndt. „Die Corona-Pandemie fordert uns alles ab.“

Als großes Problem bezeichnete der Mediziner die vielen kurzfristigen Rechtsverordnungen, Regeln und Leitlinien, die sich mitunter sogar widersprächen. „Das kann man im Praxisalltag nicht mehr alles lesen. Regeln, die nicht umsetzbar sind, nützen nichts“, sagte Berndt. Als Beispiel nannte er wechselnde Vorgaben zu den Corona-Tests etwa zur Frage, wer wann wie getestet werden soll und zur Kostenabrechnung. Mitunter gebe es unterschiedliche Vorstellungen von Bund, den Ländern, den Kommunen und den verschiedenen Fachgesellschaften.

Die Politik forderte er auf, Regeln möglichst einfach und mit größerem Vorlauf zu erlassen und bei den Entscheidungen auch diejenigen einzubinden, die die Regeln später umsetzen müssten. Berndt zufolge könnte es in der Pandemie helfen, grundsätzlich mehr zentrale Rahmenkonzepte zu haben. „Das erspart viel Arbeit“, sagte der Mediziner. „Es müssen nicht 30 000 Pflegeheime eigene Konzepte entwickeln.“

Jan-Felix Jasch

21.866 neue Corona-Infektionen in Deutschland

05:08
12.11.2020
In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 21.866 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 3400 Fälle mehr als am Mittwoch, wie aus den Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Im Vergleich zum Donnerstag vergangener Woche ist der Wert etwas höher. Zu dem Zeitpunkt hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 19.990 gelegen. Ein Höchststand war am Samstag mit 23.399 verzeichneten Fällen erreicht worden.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 727.553 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 12.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 215 auf insgesamt 11.982. Am Mittwoch hatte diese Steigerung 261 Fälle betragen. Das RKI schätzt, dass rund 467.800 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,89 (Vortag: 0,92). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch etwa 89 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Jan-Felix Jasch