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Nach Corona-Fall ist Ministerpräsident Kretschmer in Quarantäne

12:36
09.11.2020
Nach einem Corona-Fall im sächsischen Kabinett hat sich Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) in häusliche Quarantäne begeben. Er werde seine Amtsgeschäfte für einige Tage von zu Hause per Telefon und Videokonferenzen führen, hieß es am Montag auf Anfrage in der Staatskanzlei. „Dem Ministerpräsidenten geht es gut“.

Kretschmer habe „unmittelbaren Kontakt“ zu Regionalentwicklungsminister Thomas Schmidt (CDU) gehabt, der am Sonntag mit einem Schnelltest positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Die Kabinettsmitglieder haben sich nach dem Bekanntwerden ebenfalls einem Schnelltest unterzogen, der negativ ausfiel.

Auch Sachsens Kultur- und Tourimusministerin Barbara Klepsch (CDU) befindet sich in häuslicher Quarantäne. Sie hatte am Freitagabend gemeinsam mit Kretschmer und Schmidt an einer Online-Konferenz der sächsischen Union teilgenommen, bei auch die Kandidaten für den CDU-Bundvorsitz, Norbert Röttgen und Friedrich Merz, zu Gast im Studio waren.

Max Seidenfaden

Iran meldet erneut Höchstwert an Corona-Neuinfektionen

12:26
09.11.2020
Die Anzahl der registrierten Corona-Neuinfektionen im Iran hat mit über 10 000 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag gab es im gleichen Zeitraum 458 Corona-Tote. Damit liege die Gesamtzahl der Corona-Toten im Land aktuell bei über 38 000, die der Infizierten bei fast 700 000, sagte Ministeriumssprecherin Sima Lari im Staatsfernsehen. Die Fallzahlen dürften jedoch mehr als doppelt so hoch sein wie angegeben, weil es im Iran laut Gesundheitsexperten noch zu wenige Testmöglichkeiten gibt. Der Iran hat etwa so viele Einwohner wie Deutschland.

Max Seidenfaden

Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt weiter

11:45
09.11.2020
Die Zunahme der Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen hat sich am Montag etwas verlangsamt. So stieg die Zahl der laborbestätigten Covid-19-Fälle im Vergleich zum Vortag um 677 auf 46 983, wie das Sozialministerium im Internet bekanntgab. Am Sonntag waren noch 1320 neue Fälle hinzugekommen. Gleichzeitig überschreiten immer mehr Landkreise und kreisfreie Städte die kritische Schwelle von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Nur noch 6 von 45 Regionen im Land lagen unter diesem Wert, einen Tag zuvor waren es noch 10.

Landesweit erreicht derweil die Zahl der in den vergangenen sieben Tagen festgestellten Neuinfektionen je 100 000 Einwohner 102,0, einen Tag zuvor waren es 102,2. Ab einer Schwelle von 50 neuen Ansteckungen gilt ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt als Corona-Risikogebiet. Am höchsten fällt die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz im Landkreis Cloppenburg mit 318,7 aus, am niedrigsten im Landkreis Holzminden mit 28,4.

Max Seidenfaden

Im Einzelhandel bleiben im Teil-Lockdown die Kunden weg

11:37
09.11.2020
Nach einer Woche Teil-Lockdown leidet der Einzelhandel in Hamburg verstärkt unter Kundenschwund. Zwar dürften die Geschäfte im Gegensatz zur Gastronomie öffnen, was erst einmal positiv klinge, sagte Mareike Petersen vom Handelsverband Nord am Montag der Deutschen Presse-Agentur. „Aber es kommen keine Kunden.“ Bundesweit liege der Kundenrückgang etwa zwischen 30 und 40 Prozent. Ausgenommen seien dabei nur Lebensmittel- und Onlinehandel.

Besonders schwer getroffen seien Läden, die auf Touristen angewiesen sind. „Das ist in Hamburg ja auch ein ganz entscheidender Faktor“, sagte Petersen. „Für Geschäfte, die lokal verankert sind und Stammkunden haben, ist es natürlich besser.“ Bundesweit rechne der Verband damit, dass die Pandemie das Aus für bis zu 50 000 Unternehmen bringen werde.

Bereits mit den wieder steigenden Infektionszahlen sei die Zahl der Kunden gefallen, sagte Petersen. Im Teil-Lockdown hätten jetzt zwar die Geschäfte noch geöffnet. „Gleichzeitig wird aber den Kunden gesagt: "Vermeidet jeden Kontakt und bleibt am besten zu Hause".“

Für das Weihnachtsgeschäft rechne der Handelsverband in diesem Jahr mit einem Umsatzplus von bundesweit 1,2 Prozent, sagte Petersen. „Wobei auch auch hier ein Großteil online stattfinden dürfte.“

Max Seidenfaden